Ljubko Deresch
Die Anbetung der Eidechse oder Wie man Engel vernichtet - Roman

Aus dem Ukrainischen von Maria Weissenböck
Die Anbetung der Eidechse oder Wie man Engel vernichtet
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CH: 18,50 sFr

Erschienen: 27.11.2006
edition suhrkamp 2480, Broschur, 200 Seiten
ISBN: 978-3-518-12480-2

Inhalt

Sommer 1993. Brütende Hitze im Karpatenstädtchen Midny Buky. Mischka hockt in der Datscha seiner Eltern, liest Edgar Allan Poe, hört Pink Floyd und ist in Dzwinka verliebt. Mit Hippie, seinem besten Freund, bilden sie einen eigenen Kosmos und schotten sich von der Außenwelt ab. Als »Brüder und Schwestern im Untergrund « ziehen sie den Haß von Fedja und seiner Proltruppe auf sich. Als die Feindseligkeiten in regelrechten Terror ausarten, schmieden die drei einen Mordplan. Fedja muß sterben … Inspiriert von Jim Morrisons Song »The Celebration of the Lizzard« und von Pink Floyds »The Wall«, erzählt Ljubko Deresch wunderbar leichthändig von der ersten Liebe und vom Ende einer unbeschwerten Jugend. Wie schon in seinem erfolgreichen Roman Kult mixt er Ingredienzien der postsozialistischen, neoukrainischen Realität mit Elementen der westlichen Popkultur und erzeugt spannenden, explosiven Lesestoff.

»Wie Ljubko Deresch über die Liebe schreibt, über die Angst, die Rebellion und das Erwachsenwerden, zeigt den jungen Autor als großen Erzähler.« Brigitte
 

Pressestimmen

»Ljubko Deresch gilt als Wunderkind der modernen ukrainischen Literatur. Die Anbetung der Eidechse hat er im Alter von 15 Jahren geschrieben. Er erzählt eindringlich ungestüm und mit großem sprachlichem Talent von der ersten Liebe und dem ersten Hass, von einer Zeit, in der jedes Gefühl aufgeladen ist mit Wahnsinn. Ein Entwicklungsroman, der glüht. Und einer, wie ihn wohl nur ein Teenager schreiben kann.«
Kulturspiegel
»Ljubko Deresch gilt seit dem Erscheinen seines ebenso fantastischen wie drastischen Internatsroman Kult nicht nur in seiner Heimat, der Ukraine, als »literarisches Wunderkind« einer Lost Generation. Gerade mal 16 war er, als er Kult schrieb ... Kult war bereits sein zweiter Roman - nun ist auch sein Debut Die Anbetung der Eidechse auf deutsch erschienen ... ein Jugendbuch, das vor Energie und Lebenslust nur so strotzt.«
Profil, Wien
»Deresch findet in seinem Roman einen eigenen Ton, der symptomatisch für den Neubeginn der ukrainischen Literatur im 21. Jahrhundert ist. Deresch befreit das Schreiben aus der Fixierung auf die nationale Problematik und macht sich über die üblichen antirussischen Verschwörungstheorien lustig. Auch die Märtyrer-Ikonen der ukrainischen Literatur tauchen bei Deresch nur noch als vergilbte Heiligenbilder auf, die längst den neuen Idolen Jack Kerouac, John Lennon und Bruce Springsteen Platz gemacht haben.«
Neue Zürcher Zeitung

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