Pierre Bourdieu
Die feinen Unterschiede - Kritik der gesellschaftlichen Urteilskraft

Aus dem Französischen von Bernd Schwibs und Achim Russer
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D: 24,00 €
A: 24,70 €
CH: 34,50 sFr

Erschienen: 23.02.1987
suhrkamp taschenbuch wissenschaft 658, Broschur, 912 Seiten
ISBN: 978-3-518-28258-8

Inhalt Inhaltsverzeichnis

»Bourdieus Analyse des kulturellen Konsums und des Kunstgeschmacks ist trotz der hohen Anforderungen, die sie an den Leser stellt, nicht bloß für Sozialwissenschaftler, Kunstschaffende und Philosophen von Interesse, sondern für alle, die geneigt sind, ihre eigenen, meist als selbstverständlich aufgefaßten kulturellen Vorlieben und Praktiken zu prüfen. Auch wenn in unserem Land die Kultur einen weitaus geringeren Stellenwert hat als in Frankreich und die westdeutschen Klassenunterschiede weniger augenscheinlich sind als die französischen, sind doch die Strukturen der Distinktion überraschend ähnlich. Der Reiz und auch das Verdienst des Buches liegen darin, daß Bourdieu immer im Kontakt zur konkreten Alltagswirklichkeit bleibt. Dafür sorgen schon die zwischen die schwierigen theoretischen Ausführungen und die Masse des empirischen Materials häufig eingeschobenen Fallbeispiele. Sie laden den Leser zur Identifikation ein, so daß er nicht bloß außenstehender Beobachter bleibt, sondern sich selbst als Gegenstand der Analyse entdeckt. Dadurch wird die Lektüre der Feinen Unterschiede für alle, die sich darauf einlassen wollen, zu einem spannenden Selbsterfahrungsprozeß.« Joachim Weiner

 

 

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»Die feinen Unterschiede« reflektiert den Unterschied zwischen den in der besseren Gesellschaft geborenen, der aufgrund seines Status und seiner familiären Herkunft in einer anderen Umwelt aufwächst und einen privilegierten Bildungszugang hat, zu dem sozialen Aufsteiger, der sich seinen Aufstieg durch Bildung hart erarbeitet hat und versucht mir seiner Bildung zu brillieren, gerade der Umgang mit Fehlern und Wissenslücken unterscheidet beide im besonderen. Neben dem Besuch von feinen Restaurants, Ausstellungen und Opern von klein auf als Teil der privilegierten Lebenswelt und dem damit verbundenen Gefühl von Normalität an solchen Orten, während der Neu hin zu gekommene sich erst einleben muss.
Reiner Girstl, 11.12.2015

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