Durs Grünbein
Die Jahre im Zoo - Ein Kaleidoskop

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Erschienen: 07.12.2015
Gebunden, 400 Seiten
ISBN: 978-3-518-42491-9
Auch als eBook erhältlich

SWR-Bestenliste

Ein Erinnerungsbogen aus Prosa, Poemen und Photographien, vom Jahrhundertwechsel 1900 bis zur Wende 1989

In einem Buch voller Geschichten, Verse und seltener Photographien zeigt sich Durs Grünbein von der autobiographischen Seite. Doch greift er weiter zurück, dorthin, wo das 20. Jahrhundert in frühen Konturen sichtbar wird. Von Hellerau, der Gartenstadt am Rande Dresdens, strahlt damals ein Lebensreformprogramm weit über die Grenzen eines Vororts hinaus: Sie wird Station für Kafka, Rilke, Benn und viele andere. Für Grünbein wird sie zum Ausgangspunkt, zu einer Stätte von prägender Kraft für den eigenen Lebensweg.
Von hier aus geht es weiter hinein in das Jahrhundert: Die Schicksale der Vorfahren väter- und mütterlicherseits, doch nicht weniger das ihm überlieferte Trauma der Zerstörung Dresdens sind schon Erzählungen, die tief in den Kreis seiner eigenen Erfahrungen eindringen. Über das atmosphärisch dichte Erlebnis der heimatlichen Brachen und der russischen Besatzung öffnet sich dann aber, in dieser äußersten Ecke des östlichen Deutschlands, ein konkreter Raum des Erinnerns:

Und so entsteht das Bild seiner Kindheit – am Rand der Geschichte in den langen Sommern des Kalten Krieges.
Freundschaften und frühes Leid, schulische Erfahrungen und erste Lektüren, Lieblingsspielzeuge, (Berufs-)Träume, Phantasien und Phantasmen entfalten sich in einem farbenreichen Kaleidoskop aus autobiographischer Prosa, Poemen, Reflexionen und, nicht zuletzt, vielen Funden aus der reichen Bildersammlung des Dichters.

Aus dem Buch:

»Alles auf Anfang. Und da stehst du nun wieder wie damals – !«

Pressestimmen

»Durs Grünbein ist kein sentimentaler Errzähler. Vielmehr färbt die Melancholie alle Reminiszenzen ... Ihm gelingen wunderbare Miniaturen, die über die Erinnerungen hinaus ein kleine Kulturgeschichte des Ostens entwerfen und erzählen.«

Roman Bucheli, Neue Zürcher Zeitung

»Gänge auf Indianerpfaden und in den Zoo bieten dem Buben indes Fluchtwege aus der DDR-Enge und nehmen den Leser mit ins grenzüberschreitende Erinnerungsland der kindlichen Sorglosigkeit, dem Grünbein ein wunderbar wehmütiges Sprachdenkmal setzt.«

Claudia Mäder, Neue Zürcher Zeitung am Sonntag

»Dies ist womöglich Grünbeins persönlichstes Buch. Es ist mehr als eine Autobiografie.«

Welf Grombacher, Badische Zeitung

»Das Erzählerische in ›Die Jahre im Zoo‹ liefert eine Offenbarung«

Mara Delius, Die Welt

»Es ist dies ein ganz und gar wunderbares Buch.«

Andreas Montag, Mitteldeutsche Zeitung

»Im Buch lässt Grünbein auf wunderbare Art und Weise seine Kindheit wiederauferstehen und setzt gleichzeitig der Gartenkolonie Hellerau ein Denkmal ...«

Sibylle Peine, Hessische/ Niedersächsische Allgemeine

»... grandiose Prosa von immenser poetischer Bildkraft.«

Tomas Gärtner, Dresdner Neueste Nachrichten

»Ein Erinnerungsbuch aus funkelnden Prosastücken.«

Stefan Kister, Stuttgarter Zeitung

»Eine fabelhafte, zwiespältige Liebeserklärung an den Kindheitsort«

Karin Grossmann, Sächsische Zeitung

Kommentare

Grünbeins Jahre im Zoo berühren mich zutiefst. Obwohl ich selbst noch nie in Dresden, geschweigedenn in Hellerau gewesen bin, habe ich das Gefühl diese kleine übersichtliche Welt zu kennen, zumindest die dazugehörigen emotionalen Beschreibungen des Ortes und der Zeit kommen mir sehr nah.
Ein großartiges Buch, auch wegen der wunderschönen alten Fotografien und Postkarten. Ich denke ich werde es im Laufe der Zeit noch etliche Male lesen! Danke dafür!
Bettie I. Alfred, 23.08.2016

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