Anselm Kiefer, Klaus Dermutz
Die Kunst geht knapp nicht unter - Anselm Kiefer im Gespräch mit Klaus Dermutz

Die Kunst geht knapp nicht unter
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D: 24,90 €
A: 25,60 €
CH: 35,50 sFr

Erschienen: 11.10.2010
Gebunden, 265 Seiten
ISBN: 978-3-518-42187-1

Inhalt

Anselm Kiefer ist einer der bedeutendsten Künstler unserer Zeit, dessen Werk tief mit geistigen Traditionen Deutschlands verbunden ist. Die Gespräche mit Anselm Kiefer in diesem Band erschließen die philosophischen und theologischen Grundlagen seiner Kunst, die von der Mystik und Kosmogonie Isaak Lurias sowie von den Gedichten von Ingeborg Bachmann und Paul Celan inspiriert ist. Die Gespräche mit Klaus Dermutz kreisen um die Elemente Feuer, Wasser, Erde Luft, um Erzählungen aus dem Alten und Neuen Testament sowie um die Leere, die im buddhistischen Denken eine zentrale Rolle spielt. Der Band erörtert Fragen der deutschen Geschichte, ihre Mythologien und Ideologien, und thematisiert Kiefers intensive Beschäftigung mit der Shoah.
Kiefers Werke finden ihren Raum im Theater. Die Ausstattung zu Ödipus in Kolonos am Burgtheater 2003 und Elektra sowie Kiefers Uraufführung seines Librettos Am Anfang 2009 an der Opéra Bastille sind von einer »Ästhetik des Restes« geprägt, die den in Paris lebenden Maler schon sehr früh faszinierte und  für sein gesamtes Schaffen von großer Bedeutung ist. In diesen Horizont eingebettet sind Überlegungen zur Stellung des Menschen im Kosmos sowie zur künstlerischen Produktion.

Pressestimmen

»Damit die Kunst tatsächlich nicht untergeht, braucht sie etwas von außerhalb. Sie braucht das Leben und die Geschichten, um sich immer wieder am eigenen Schopf aus dem Sumpf des reinen Kunst-Wollens herauszuziehen. Von diesem Knapp-nicht-Untergehen kann keiner so offen erzählen wie der Künstler selbst, und so zeigen die Gespräche eindrücklich, auf welche Weise Kiefer die Gedanken der Zeit ergreift und sein künstlerisches Material durchdringt. So gelangt er zu höchster Zeitgenossenschaft. Das macht seine Größe aus.«

Marie Luise Knott, Deutschlandradio

»In diesen höchst aufschlussreichen Werkstattgesprächen äußert sich Kiefer zu seinen Arbeiten, wobei deutlich wird, wie er sich einzelnen Themen nähert und warum er auf bestimmte Materialien zurückgreift. Wenn er ein Bild macht, dann wird dieses Bild abwechselnd von der vertikalen Position in eine horizontale gebracht. Kiefer sieht darin eine Parallele zur Ruine, bei der die »Vertikale in die Horizontale umgeklappt« ist. Die Arbeiten von Anselm Kiefer sprechen eine deutliche Sprache. Wer in jene Themenbereiche vordringen will, die in diese Arbeiten Eingang gefunden haben, der wird diese Gespräche als eine höchst aufschlussreiche Materialquelle zu schätzen wissen.«

Michael Opitz, Deutschlandradio Kultur

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