Clemens J. Setz
Die Liebe zur Zeit des Mahlstädter Kindes - Erzählungen

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D: 19,90 €
A: 20,50 €
CH: 28,50 sFr

Erschienen: 14.03.2011
Gebunden, 350 Seiten
ISBN: 978-3-518-42221-2

Inhalt

Clemens J. Setz gewinnt mit dem Erzählband den diesjährigen Preis der Leipziger Buchmesse. Anlässlich des Preises der Leipziger Buchmesse lobt die Jury: »Täuschende Nachbarn, Prügelorgien der Kunst, verrückende Maschinen – diese Erzählungen locken den Leser in ein Labyrinth aus Zärtlichkeit, Gewalt, Liebe und Gemeinheit.«

Eines Tages ist es da. Steht am Ende einer Sackgasse mitten in der Stadt. Es ist ein großes Kind. Den Blick hält es demütig zu Boden gesenkt, seine Haut ist rissig. Tagsüber versammeln sich die Bewohner der Stadt um dieses Kind, veranstalten Kundgebungen und Konzerte. Nachts schlagen sie auf es ein, mit Fäusten, Stöcken und Ketten – auf die Skulptur aus weichem, niemals trocknendem Lehm, auf das Mahlstädter Kind. Der Künstler hat es ihnen zur Vollendung überlassen, hat ihnen die Aufgabe übertragen, es »in die allgemein als vollkommen empfundene Form eines Kindes zu bringen«. Zuerst treibt die Kunstbegeisterung die Bewohner der Stadt, dann kommen sie als Pilger ihrer Wut, verlieren prügelnd die Kontrolle über sich und beinahe auch ihren Verstand.

Nach den beiden von der Kritik bejubelten und mit Preisen ausgezeichneten Romanen Söhne und Planeten und Die Frequenzen legt der österreichische Autor Clemens J. Setz nun einen Band mit Erzählungen vor. Es sind Geschichten gespickt mit grotesken Ideen und subtilem Horror, voller gewalttätiger Momente und zärtlicher Gesten. Wie in den Romanen präsentiert sich Setz auch in der kurzen Form als scharfer Beobachter der menschlichen Natur und einfühlsamer, geradezu liebevoller Porträtist ihrer Eigenarten.


 

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Der Autor legt hier ein Buch vor, das sich mit keinem anderem vergleichen lässt. Es steckt voller verrückter, makabrer, pervers-pornografischer, aber auch witzig-ironischer, sensibler, anrührender Geschichten. ... Die Geschichten haben mit der Lebensrealität wenig oder gar nichts zu tun, denn sie sind alle der blühenden Phantasie des Autors entsprossen und lassen sich zwischen einer surrealen und einer irrationalen Ebene ansiedeln. ... So wie es die Inhalte sind, ist auch die sprachliche Gestaltung der Geschichten - einzigartig und eigenartig zugleich -
Werner Günzel, Markgrafenbuchhandlung, Bayreuth , 24.03.2011

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