Pierre Bourdieu
Die männliche Herrschaft

Aus dem Französischen von Jürgen Bolder
Leseprobe » Bestellen »


D: 14,00 €
A: 14,40 €
CH: 20,90 sFr

Erschienen: 12.11.2012
suhrkamp taschenbuch wissenschaft 2031, Broschur, 211 Seiten
ISBN: 978-3-518-29631-8

Inhalt

Ein Mann beschäftigt sich mit den Unterschieden der Geschlechter. Doch der Soziologe Pierre Bourdieu tut dies nicht, um den Feminismus unter männliche Dominanz zu bringen, sondern um zu zeigen, daß männliche Herrschaft eine besondere, politisch wie ökonomisch wichtige Form symbolischer Herrschaft darstellt.
Männliche Herrschaft ist das Paradigma aller Herrschaft. Sie hat sich in der sozialen Welt niedergeschlagen und ist in den Einstellungen aller, dem Habitus, präsent: als ein universelles Prinzip des Sehens, ein System von Wahrnehmungs-, Denk- und Handlungskategorien. Dies erklärt, warum eine solche Macht akzeptiert wird, denn sie beruht nicht auf einer freiwilligen Entscheidung, sondern auf der unmittelbaren Unterwerfung der sozialisierten Frauen. Für Bourdieu bedarf es daher einer symbolischen Revolution, einer radikalen Umgestaltung jener gesellschaftlichen Verhältnisse, die die beherrschten Frauen dazu bringen, den Standpunkt der Herrschenden einzunehmen.

Im Original erschienen unter dem Titel La domination masculine (Editions du Seuil, 1998).

Buchtipps

 

Kommentieren