Oleg Jurjew
Die russische Fracht - Roman

Aus dem Russischen von Elke Erb und Olga Martynova
Die russische Fracht
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D: 22,80 €
A: 23,50 €
CH: 32,90 sFr

Erschienen: 23.02.2009
Gebunden, 220 Seiten
ISBN: 978-3-518-42076-8

Inhalt

Vor Kriminellen, die ihm nach dem Leben trachten, flieht Weniamin Jasytschnik im Petersburger Hafen auf ein ukrainisches Frachtschiff. Ein Gespensterschiff, wie sich herausstellt, das u. a. Weniamins buntgescheckte Vergangenheit in Gestalt äußerst lebendiger Leichen an Bord hat. Mit von der Partie: ein singender Kapitän und sein Vielvölkerteam, dazu: ein estnischer Grenzer, eine in Polen verlorene russische Priesterbraut, ein deutscher Spion, der durch einen Oligarchen zu Reichtum gekommen ist … Die abenteuerliche Reise des Weniamin Jasytschnik beginnt. Wohin führt sie? Nach Vineta vielleicht, in die versunkene, märchenhaft glückliche und reiche Stadt in der Ostsee – eine enge Verwandte Petersburgs, wie sich überraschend erweist. Zar Peter der Große wirkt mit, als »fliegender Holländer« und Herkules des Nordens zugleich. Und endlich kann sich der nostalgische Held von den Verstrickungen seiner spätsowjetischen Kindheit und Jugend befreien.

Pressestimmen

»Ein von Fantasie sprühendes, freches, sprachmächtiges Buch ist dem in Frankfurt lebenden Petersburger Autor Oleg Jurjew gelungen. [...] Vielleich ist überhaupt die Sprache der wahre Held dieser Russischen Fracht. Eine Sprache, die knistert und sprüht, die anekdoten- und anspielungsreich zwischen Jargon, Idiomatik, Lied- und andern Zitaten der »untergegangenen sowjetischen Zivilisation« changiert und sich mitunter zu herrlich schönen Lyrismen aufschwingt. In der bravourösen Übersetzung von Elke Erb und Olga Martynova wird sie auch dem deutschen Leser zum schieren Genuss.«

Ilma Rakusa, Die Zeit

Haben Sie ein Lieblingsbuch?
Rowohlt: Pu der Bär und Auf Schwimmen-zwei-Vögel von Flann O’Brien, die ich beide neu zu übersetzen die Ehre hatte. Aktuell wechselt das zwischen Frank Schulz' Mehr Liebe und Die russische Fracht von Oleg Jurjew.

(Geburtstagsgespräch zwischen Harry Rowohlt und Peter Haag)

Börsenblatt 25.03.2010

»Man kann »Die russische Fracht« als Petersburger Antwort auf Sorokin lesen, als poetischen und ironischen Gegenentwurf, der Brutalität durch Bizarrerie und Machtgier durch Träume ersetzt. Oleg Jurjew macht sich keine Illusionen über die russische Gegenwart, aber er vertraut der Kraft und dem langen Atem der Phantasie. ... Schwer zu entscheiden, ob es sich bei diesem Roman um einen verfremdeten Agenten-Thriller, ein Seeabenteuer, eine Amour fou oder eine Liebeserklärung an Sankt Petersburg handelt - wahrscheinlich um alles zusammen.«

Nicole Henneberg, FR

»Gogol, Bulgakow, Melville und Ahasver lassen grüßen, gemixt mit Sowjet-Underground-Kultur. Ein unersättlich anarchisches, zuweilen abstruses Lesevergnügen auf hoher Wörtersee.«

Veronika Seyr, Falter Woche 33/2009

»Die Übersetzerinnen (beide sind bereits als Lyrikerinnen, Erb auch als ›Prosanerin‹ in Erscheinung getreten) haben eine Meisterleistung vollbracht und viele Sprachspiele in ihren Text eingearbeitet - man kann vermuten, daß sie dem russischen Original sehr nahe gekommen sind. Unbedingte Leseempfehlung!«

Ulrich Rose, Ätherflügel und Pflasterstiefel (Blog)

»Was für Sätze. Hut ab vor den beiden Übersetzerinnen Elke Erb und Olga Martynova, die bei der Übertragung des Romans Die russische Fracht von Oleg Jurjew wunderbare Worte gefunden haben. ... Traum und Realität, Erinnerung und Mythos - Jurjew öffnet dem Leser viele Zugangswege zum Verständnis seines Romans, ohne sich jedoch festzulegen. Würde David Lynch russische Romane schreiben, sähen sie so aus.«

Sarah Böhlau, Rezensöhnchen Nr. 44 2009

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