Hans Joas
Die Sakralität der Person - Eine neue Genealogie der Menschenrechte

Die Sakralität der Person
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Erschienen: 12.10.2011
Gebunden, 303 Seiten
ISBN: 978-3-518-58566-5

»In einem wunderbaren Buch begründet der Sozialphilosoph Hans Joas die Menschenrechte neu.«

Christoph Möllers, Die Zeit

 

Inhalt

Ein hartnäckiger Meinungsstreit der letzten Jahrzehnte dreht sich um die Frage, welchen Ursprungs die Idee der Menschenrechte ist. Verdanken wir sie unserem christlich-jüdischen Erbe oder ist sie eine Erfindung der Aufklärung? Weder das eine noch das andere, behauptet der Sozialtheoretiker Hans Joas und erzählt in seinem Buch eine ganz andere Geschichte der Menschenrechte.
Im Stile einer »historischen Soziologie« fördert er dabei eine überraschende dritte Sicht der Dinge zutage: Der Glaube an die universale Menschenwürde ist das Ergebnis eines Prozesses der Sakralisierung, in dessen Verlauf jedes einzelne menschliche Wesen mehr und mehr als heilig angesehen wurde. Diesen Prozeß zeichnet Joas in exemplarischen Studien etwa über die Abschaffung der Sklaverei sowie anhand der Genese paradigmatischer »Erklärungen der Menschenrechte« nach und analysiert ihn als eine komplexe kulturelle Transformation: Erfahrungen von Gut und Böse mußten vor dem Hintergrund unterschiedlicher Werttraditionen diskursiv artikuliert, in Rechten kodifiziert und in Praktiken gelebt werden.
Die Menschenrechte, so zeigt sich, sind eben nicht das Ergebnis eines bloßen Konsenses über ein universalistisches Prinzip, sondern entstammen einem langen kulturübergreifenden Gespräch über Werte. Ihre Geschichte setzt sich aus vielen Geschichten zusammen. Hans Joas erzählt sie auf packende Weise und eröffnet damit die Debatte über die Idee der Menschenrechte neu.

Pressestimmen

»Das neue Buch von Hans Joas zeigt gleichwohl auf bemerkenswerte Weise, wie kreative Versuche, religiöse Erfahrungen unter Bedingungen moderner liberaler pluralistischer Gesellschaften neu zu formulieren, menschenrechtlich produktiv sein können. … Hans Joas‘ wichtiges Buch enthält eine wertvolle und wohlabgewogene Darstellung, wie die Idee der Menschenwürde und der Menschenrechte aus einer sich wechselseitig inspirierenden Parallelaktion säkularen und religiösen Denkens, Interpretierens und Handelns entstehen konnten.«

Dirk Lüddecke, Süddeutsche Zeitung

»Ein profundes Buch …, dem man den langen Atem anmerkt, mit dem die Gedanken zur nicht bloß klaren, sondern auch eleganten Präsentierung herangereift sind.«

Otfried Höffe, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Trotz mancher sehr spezieller Fachbegriffe ist es ein intellektuelles Vergnügen, das Buch zu lesen. Und Langeweile ist ihm gänzlich fremd.«

Rainer Kampling, Deutschlandradio Kultur

»Der Streit über die Entstehung der Menschenrechte und ihre historische Bewertung währt schon lange. ... Der Sozialwissenschaftler und Philosoph Hans Joas legt dazu mit seinem neuen Buch Die Sakralität der Person eine maßgebliche, wenn nicht gar entscheidende Antwort vor.«

Norbert Copray, Publik-Forum 23 / 2011

»Hans Joas zeigt, dass es einen Weg zwischen den beiden genannten Alternativen — ›Entdeckung‹ oder ›Kontruktion‹ der Menschenrechte — gibt. Er hält an ihrer universalen Geltung fest, ohne dass er dafür eine gegenüber allen Anfragen gewappnete (Letzt-)Begründung liefert.«

Holger Zaborowski, Christ in der Gegenwart

»Eine Geschichte der Menschenrechte, verfasst in rechtfertigender Absicht - so könnte man das Ziel von Joas' lesenswerten Buch umschreiben.«

Florian Weber, pw-portal.de Februar 2012

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