»Der Realität von Samanta Schweblins Erzählungen sind die Gewalt und das Unerklärliche inhärent. Mit ihrem ambitionierten Erzählband reiht sie sich ein in die argentinische Tradition der sogenannten Neophantastik und bereichert sie um eine ebenso feinsinnige wie kluge Perspektive, fernab der eskapistischen Weltflucht. … Das macht Die Wahrheit über die Zukunft zu einer gleichermaßen spannenden wie anspruchsvollen Lektüre.«
Alexander Müller, Frankfurter Allgemeine Zeitung
»Samanta Schweblins faszinierende Erzählungen entwickeln eine starke Sogwirkung und erzeugen in vielen Fällen einen >Oh-Effekt<. … Oft gelingt es der argentinischen Autorin, die gewohnte Wahrnehmung ins Rutschen zu bringen, indem sie die realistische Ebene nur ganz leicht verschiebt.«
Wera Reusch, Deutschlandfunk
»Schweblins Sprache ist manchmal von äußerster, fast brutaler Direktheit - und dann doch wieder zurückgenommen, dezent genug, vieles so in der Andeutung zu belassen, dass ein Resträtsel, ein Geheimnis, als unfassbarer Kern ihrer Geschichten erhalten bleibt. Das hätte auch Borges gefallen.«
Katharina Döbler, Deutschlandradio Kultur
»In unprätentiösen, kurzen Sätzen, die durch die Reduziertheit auch das Schweigen enthalten, legt Schweblin das Grauen frei. Die Wörter entledigen sich langsam ihrer herkömmlichen Bedeutung und werden zu lautmalerischen Platzhaltern der Beklemmung. Losgelöst von den Geschichten hallt das Unbehagen lange nach. Das Buch verrät zu wenig über sich selbst und macht den Leser zum Teilhaber eines Geheimnisses. Die vorliegenden vierzehn Erzählungen sind eine kleine Entdeckung.«
Marc Kaufmann, Der Landbote
»Die 1978 in Buenos Aires geborene Schriftstellerin schafft es perfekt, das Dunkle und Fantastische so überraschend in den Alltag ihrer Figuren einbrechen zu lassen, dass einem beim Lesen der Boden unter den Füße entzogen wird...Schweblins präziser, völlig unaufgeregter Ton macht diese dunklen Perlen zu einem literarischen Ereignis.«
Abendzeitung, München
»Der Erzählband „Die Wahrheit über die Zukunft“ zeigt eindrücklich, warum die 1978 in Buenos Aires geborene Schweblin als neuer Star der argentinischen Literatur gilt. Denn sie bestizt die magische Fähigkeit, mit wenigen Worten eigene Welten zu erschaffen, bedrückende und rätselhafte Welten, in denen eigentlich unglaubliche Begebenheiten normal und glaubwürdig wirken.«
Holger Wetzel, Thüringer Allgemeine
»In vierzehn Erzählungen entwirft Samanta Schweblin unheilsschwangere Szenarien. Südamerikanische Phantastik trifft dabei auf exaktes Beobachten menschlicher Sehnsüchte. Schweblins Buch ist eine packende Lektüre mit verstörenden Elementen.«
Mario Alexander Weber, Hessischer Rundfunk
»Die Sprache der Autorin kommt klar, schnörkellos und sachlich daher – und wurde von Angelica Ammar glänzend übersetzt. Meist sind es ganz alltägliche Dialoge, die das Ungeheuerliche zutage fördern. Sie suggerieren zunächst Normalität und tragen so entscheidend dazu bei, den Leser in den Mikrokosmos der einzelnen Erzählungen hineinzuziehen, um ihm dann zu enthüllen, dass so Einiges nicht mit rechten Dingen zugeht. Man fiebert diesen Wendungen förmlich entgegen – und kann sich dann dem Schock nicht entziehen.«
Eva Karnofsky, LiteraturNachrichten Nr. 105 Sommer 2010