Marie NDiaye
Drei starke Frauen

Aus dem Französischen von Claudia Kalscheuer
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D: 22,90 € *
A: 23,60 €
CH: 32,90 sFr

Erschienen: 21.06.2010
Gebunden, 342 Seiten
ISBN: 978-3-518-42165-9

Drei starke Frauen ist »eines der großartigsten Bücher, die ich in diesem Jahr..., die ich seit langer Zeit gelesen habe.«

Iris Radisch, 3sat Kulturzeit

 

Inhalt

Den neuen Roman der »ungewöhnlichsten Schriftstellerin Frankreichs« beschrieb die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung in den knappen und präzisen Worten: Er handle »von drei vollkommen unterschiedlichen Frauen, die sich von den Schwierigkeiten des Lebens nicht unterkriegen und von ihren Mitmenschen nicht demütigen lassen«. 

Die vierzigjährige Norah gibt dem Drängen ihres Vaters nach und besucht ihn in Dakar: Die Juristin soll ihren Bruder aus dem Gefängnis holen. Das schwierige Treffen mit dem Vater führt die Frau an den Rand des Wahnsinns. Fanta hat im Unterschied zu Norah Dakar verlassen, um ihrem Ehemann Rudy in die französische Provinz zu folgen. Sie gibt sich dort vor Langeweile auf, so meint Rudy, durch dessen Perspektive wir von Fanta erfahren – doch ihm entgeht Entscheidendes.
Von Afrika aus betrachtet erscheint ihre Existenz geradezu luxuriös und begehrenswert, weshalb Khady, die junge Afrikanerin, illegal nach Frankreich einzuwandern sich bemüht – doch sie endet, tot, an Grenzen.

Drei Lebensläufe, drei starke Frauen, die ihre Würde verteidigen, indem sie sich im entscheidenden Moment weigern, so zu handeln, wie es die Umgebung verlangt.

Im Original erschienen unter dem Titel Trois femmes puissantes (Gallimard).

Pressestimmen

»Drei starke Frauen ist ein hoch politisches Buch. Man sollte es lesen.«

René Hamann, taz. die tageszeitung

»Das Buch ist von beklemmender Schönheit. Nur wenige Hoffnungs-Irrlichter hellen das düstere Bild eines Afrikas auf, das vor allem Schauplatz von Wahnsinn, Mord und Elend ist. Die Heldinnen des Romans kämpfen zäh um ihre Würde, scheitern aber an allen anderen Fronten. Als Aus- und Fluchtweg bleibt ihnen nur die Verwandlung durch die Sprachmagierin Marie NDiaye.«

Georg Renöckl, Neue Zürcher Zeitung

»Vor allem, vergessen wir nicht, dass die kristalline Sprache der Autorin das aufwühlende Innenleben ihrer außergewöhnlichen Heldinnen überhaupt erst sichtbar werden lässt. Ohne Frage ist Marie NDiaye eine der interessantesten und innovativsten literarischen Stimmen der Gegenwart.«

Ina Hartwig, Süddeutsche Zeitung

»Die Geschichten leben von ihren starken Protagonistinnen, noch mehr allerdings davon, dass das Unheimliche in den Text einsickert wie Feuchtigkeit in ein Stück Stoff. NDiayes Sprache ist leicht und elegant, man kann sich verlieben in die Schönheit ihrer Sätze, doch darunter lauert die Finsternis. Ihre Romane ... haben Kritiker an den Nobelpreisträger William Faulkner erinnert.«

Claudia Voigt, DER SPIEGEL

»NDiaye gelingt es, tief in die Gefühlswelten dieser Frauen zu kriechen. Sie schreibt in einer kraftvollen, unverkitschten Sprache, ihre Einblicke in seelische Abgründe sind schmerzhaft und geben doch einen Funken Hoffnung: Auch wenn diese Frauen schwer gebeutelt sind, nehmen sie es immer wieder mit dem Leben auf. ... Ein großartiger Roman über drei starke Frauen.«

Brigitte

»Drei Geschichten, die ins Herz der Gegenwart und Afrikas treffen, wie es sie selten gibt. Getragen von kraftvoller Poesie und starken Frauen«

Iris Radisch, DIE ZEIT

»Marie NDiaye ist eine Meisterin der Schilderung körperlicher Missempfindungen … In ihren drei moralischen Erzählungen vermischt sie diese familiären Urkonflikte geschickt mit dem gegenwärtigen Verhältnis von Erster und Dritter Welt. Das ist vielleicht kein Geniestreich, aber höchst respektabel.«

Katrin Hillgruber, Der Tagesspiegel

»Die Frage nach dem Guten zu stellen und das inmitten einer gewalttätigen Welt – darin liegt die Stärke dieses fein komponierten Werks.«

Fadrina Arpagaus, der Freitag

Videobeiträge

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Nachrichten

Kommentare

»... das Bild einer postkolonialen Identitätssuche, wie ich es komplexer und feinnerviger selten gelesen habe. Berührend und beunruhigend, im besten Sinne des Wortes.«
Karin Beier (Süddeutsche Zeitung: »Die besten Bücher des Jahres«), 10.12.2013

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