François Jullien
Es gibt keine kulturelle Identität - Wir verteidigen die Ressourcen einer Kultur

Aus dem Französischen von Erwin Landrichter
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Erschienen: 09.10.2017
edition suhrkamp 2718, Taschenbuch, 80 Seiten
ISBN: 978-3-518-12718-6
Auch als eBook erhältlich

Inhalt

In der globalisierten Welt geht die Angst vor einem Verlust der kulturellen Identität um, und fast überall formieren sich die selbsterklärten Retter: In Frankreich gibt Marine Le Pen vor, sie »im Namen des Volkes« zu verteidigen, die AfD fordert in ihrem Grundsatzprogramm »deutsche Leitkultur statt Multikulturalismus«, und die Identitäre Bewegung ruft gleich in mehreren Ländern mit aggressiven Aktionen zur ihrer Bewahrung auf.

Doch gibt es überhaupt so etwas wie eine kulturelle Identität? In seinem neuen Buch zeigt François Jullien, dass dieser Glaube eine Illusion ist. Das Wesen der Kultur, so Jullien, ist die Veränderung. Er plädiert dafür, Bräuche, Traditionen oder eine gemeinsame Sprache als Ressourcen zu begreifen, die prinzipiell allen zur Verfügung stehen.

Pressestimmen

»Man wünscht sich den Band in der Hand jedes Bürgers und jeder Bürgerin.«

Dirk Pilz, Frankfurter Rundschau

»Dieses kleine Buch wird einen bei den Konflikten dieser Tage noch lange begleiten.«

Mark Siemons, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Wer ... um das ›Identitäre‹ einen Bogen zu machen versteht, darf mit Denkern wie François Jullien seine Intelligenz schärfen.«

Caroline Fetscher, Der Tagesspiegel

»Es gibt keine kulturelle Identität bietet weit mehr als die Beantwortung der Titelthese, es ist ein im besten Sinne konservativer Abgesang auf das alte Europa mit seiner Vielfalt und seinen produktiven Spannungen.«

Wolfgang M. Schmitt, neues deutschland

»Diskussionen um Heimat und Identität verlaufen häufig emotional. Muss das so sein? Der Philosoph François Jullien klärt auf – und zeigt, warum solche Debatten die wahren Probleme verschleiern.«

Benjamin Moldenhauer, SPIEGEL ONLINE

»Es gibt keine kulturelle Identität stellt sein Essay bereits im Titel mit aller Deutlichkeit klar. Die philosophische Argumentation, mit der er diese Behauptung untermauert, ist begrifflich einigermaßen anspruchsvoll, aber sehr überzeugend.«

Catherine Newmark, Deutschlandfunk Kultur

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