Gilbert Keith Chesterton
Eugenik und andere Übel

Herausgegeben von Thomas Lemke Aus dem Englischen von Frank Jakubzik
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D: 20,00 €
A: 20,60 €
CH: 28,90 sFr

Erschienen: 10.03.2014
eu 41, Broschur, 279 Seiten
ISBN: 978-3-518-26041-8
Auch als eBook erhältlich

Inhalt

Die Debatten um die Reproduktionsmedizin und die Erblichkeit der Intelligenz werfen Fragen auf nach der Kontinuität eugenischer Praktiken, d. h. der Optimierung menschlicher Eigenschaften durch die Steuerung des Fortpflanzungsverhaltens. Dieses Programm ist eng verknüpft mit dem »Dritten Reich«, Zwangssterilisationen und der Vernichtung »unwerten Lebens«. Doch schon vor Beginn der Naziherrschaft warnten Autoren wie Aldous Huxley und Gilbert Keith Chesterton hellsichtig vor den Gefahren der Eugenik. Chestertons Essay Eugenik und andere Übel zeigt grundlegende Probleme eugenischen Denkens auf; es liegt nun erstmals auf Deutsch vor. Thomas Lemke erläutert den historischen Kontext und zeigt, dass Chestertons Mahnungen nichts von ihrer Aktualität verloren haben.

Aus dem Buch

»Den Schlag einer Axt kann man nur parieren, solange sie noch durch die Luft saust.«

Pressestimmen

»Chestertons Buch gegen die Eugenik ist furios in seiner Lakonie, eine Politik zerfetzend, die entscheiden will, was gesund ist und was Wahn, den Kapitalismus wie den Sozialismus.«

Fritz Göttler, Süddeutsche Zeitung

»Ich finde aber als heutiger Leser noch ein entscheidendes Moment, das Chestertons Auseinandersetzung mit der Eugenik – über das Entzücken an seiner witzigen Geistesschärfe hinaus – absolut gegenwärtig macht. Das ist – im Zeitalter elektronischer Überwachung und erwünschter Konformität – seine animierend-radikale Verteidigung des je individuellen Eigensinns.«

Wolfram Schütte, Deutschlandfunk

»Erstmals wurde G. K. Chestertons Eugenik und andere Übel ins Deutsche übertragen – und beeindruckt ob seiner Streitlust und Raffinesse. ... Ein vorzüglicher Essay – auch hundert Jahre nach seiner Erstveröffentlichung.«

Patrick Wichmann, Fuldaer Zeitung

»Chesterton führt uns ein in die Denkweisen des frühen 20. Jahrhunderts. Und er stellt Fragen, die erschreckend aktuell sind: Was gilt als lebenswert – und wer legt das fest? Das allein macht den Essay lesenswert. Unverzichtbar ist die Einleitung des Herausgebers Thomas Lemke, der eine Brücke in die heutige Zeit schlägt.«

Marieke Degen, Deutschlandfunk

»...ein klarsichtiger und wunderbar polemischer Essay.«

Jutta Person, Philosophie Magazin April/Mai 2014

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