Geert Buelens
Europas Dichter und der Erste Weltkrieg

Aus dem Niederländischen von Waltraud Hüsmert
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Erschienen: 14.04.2014
Gebunden, 459 Seiten
ISBN: 978-3-518-42432-2
Auch als eBook erhältlich

Zum 100. Jahrestag des Ausbruchs des Ersten Weltkriegs

Inhalt

Im sonnenüberfluteten Europa entflammte im Sommer 1914 eine bis dahin beispiellose Form von Kriegshysterie. Millionen Männer zogen singend an die Front. Dichter standen dabei überall in vorderster Linie. Englische war poets und deutsche Expressionisten, französische Dadaisten und russische Futuristen, flämische, ungarische, baltische Akteure kämpften nicht nur mit der Waffe, sondern auch mit dem Wort. Innerhalb der europäischen Nationen und ethnischen Volksgruppen wogten nationales oder befreiungsbewegtes Pathos, Internationalismus und weltrevolutionäre Emphase, Desillusion, Hass und Verzweiflung unrhythmisch auf und nieder.

Geert Buelens liefert mit seinem bereits mehrfach ausgezeichneten Buch ein wahrhaft europäisches Panorama, nicht nur der Lyrik des frühen 20. Jahrhunderts, sondern auch und vor allem der Menschen, die sie schrieben. Er bezieht dabei neben bekannten Protagonisten wie Pessoa, Majakowski, Marinetti, Apollinaire, Trakl, Sassoon auch viele andere, weniger bekannte Dichter mit ein.

Europas Dichter und der Erste Weltkrieg ist eine beeindruckend umfassende, engagierte Studie über die gesellschaftliche Tragweite von Literatur, ein temperamentvoll und mit literarischer Ambition geschriebenes Stück Mentalitäts-, Kultur-, Kriegs- und politischer Geschichte.

»Lebewohl unsere Epoche es war der Abschied von ihr
Zornige Giganten drohten auf Europa loszugehen.« Guillaume Apollinaire

Im Original erschienen unter dem Titel Europa, Europa. Over de dichters van de Grote Oorlog (Ambo/Anthos).

Pressestimmen

»Die Dichter und der Erste Weltkrieg: Geert Buelens zeigt, welch grandiosen Irrtümern die meisten von ihnen aufsaßen.«

Niklas Bender, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Dieses unerhört fleißige, kundige und dazu noch gut geschriebene Buch über die europäischen Schriftsteller im und vor dem Krieg ... dürfen wir nicht übergehen.«

Ulrich Greiner, DIE ZEIT

»Buelens' Studie ist eine eindrückliche Erzählung von den Schicksalen der Dichter im Krieg«

Manfred Koch, Neue Zürcher Zeitung

»Sein enzyklopädisches Buch ist ein Pflichtstück.«

Jürgen Verdofsky, Frankfurter Rundschau

»Unzählig sind die Beispiele, die der belesene Geert Buelens in seinem sehr dichten, klug und gut geschriebenen Buch anführt. Ein Fazit aus der Fülle lautet: Den meisten Dichtern ging es nicht um eine Ästhetisierung des Schreckens, sondern entweder um eine Anklage oder einen Ansporn, um eine Analyse oder eine Beschreibung der ›Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts‹.«

Ina Boesch, Neue Zürcher Zeitung am Sonntag
»Es stimmt schon. Die Literatur kann mehr sichtbar und erfahrbar machen als Geschichtsschreibung.«
Thomas Schmid, DIE WELT

»Sein enzyklopädisches Buch ist eine beeindruckende Recherche, die erschauern lässt.«

Jürgen Verdofsky, Badische Zeitung

»Geert Buelens' Buch liest sich geradezu spannend. Seine Recherche beschränkt sich nicht nur auf Literaturhistorisches, sondern ordnet die Gedichte der einzelnen Autoren auch biographisch und geographisch, publikations-, sozial- und militärgeschichtlich präzise ein. So ist ihm ein umfassendes Buch zur europäischen Lyrik des Ersten Weltkriegs gelungen, das zudem ein Plädoyer für ein friedliches Europa ist.«

Katharina Borchardt, SWR

»... eine umfassende Darstellung der europäischen Kriegslyrik jener finsteren Jahre.«

Rainer Holbe, Die Warte - Luxemburger Wort

Kommentare

»Buelens' Studie zeigt auf der Grundlage gründlicher Recherchen ein komplexes Panorama der Zeit vor, während und nach dem Ersten Weltkrieg, sowohl aus der Sicht bekannter als auch heute fast vergessener Dichter. Dabei geht es ihm vor allem um die Zusammenhänge von Sprache, nationaler Identität und dem Traum vom friedlichen Internationalismus.«
fixpoetry, 16.06.2014

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