Bruno Latour
Existenzweisen - Eine Anthropologie der Modernen

Aus dem Französischen von Gustav Roßler
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D: 39,95 €
A: 41,10 €
CH: 53,90 sFr

Erschienen: 18.08.2014
Gebunden, 665 Seiten
ISBN: 978-3-518-58607-5
Auch als eBook erhältlich

SZ/NDR-Bestenliste Sachbuch

 

Inhalt

Vor zwanzig Jahren konstatierte der französische Soziologe und Philosoph Bruno Latour: »Wir sind nie modern gewesen« und versuchte sich an einer »symmetrischen Anthropologie« jenseits der Trennung von Natur und Kultur. Nun legt er ein Werk vor, das dieses faszinierende Projekt mit einer »Anthropologie der Modernen« fortschreibt und den verschiedenen Existenzweisen von Wissenschaft, Technologie, Recht, Religion, Wirtschaft und Politik in der modernen Welt nachspürt.

Er setzt für dieses Projekt bei der globalen Verflechtung aller Lebensbereiche an, die heute nicht zuletzt am Klimawandel sichtbar wird. Zugleich zeigt dieses Problem auch, daß es verschiedene Handlungssphären gibt, die jeweils eigene Existenzweisen besitzen: Politiker, die sich mit dem Klimaproblem befassen, sind keine Wissenschaftler, die Klimaforschung betreiben, und Unternehmer orientieren sich zunächst an den Maßgaben der Wirtschaftlichkeit; wissenschaftliche Ergebnisse werden daher nicht einfach in politische und ökonomische Handlungen übersetzt. Die verschiedenen Existenzmodi verfolgen unterschiedliche Werte. Für Latour durchdringen sich die Existenzmodi und kreieren gemeinsam Probleme, die es gemeinsam zu lösen gilt. Es bedarf daher einer neuen Form der »Diplomatie«, die zwischen den einzelnen Existenzweisen vermittelt. Nicht weniger als die Zukunft unseres Planeten steht auf dem Spiel, und nicht weniger als eine solche diplomatische Vermittlung versucht dieses grundlegende und wegweisende Buch zu leisten.

Im Original erschienen unter dem Titel Enquêtes sur les modes d'existence. Une anthropologie des Modernes (Editions La Découverte).

Aus dem Buch

»Die Vernunft ohne ihre Netzwerke – das ist wie eine elektrische Leitung ohne ihren Draht, wie Öl ohne Pipeline, ein Telefongespräch ohne die Kabel der Telekom, ein Wanderer ohne Wanderwege, ein Kläger ohne Recht. Wenn es stimmt, dass ›das Herz seine Gründe hat, die der Verstand nicht kennt‹, muss man anerkennen, dass jede Existenzweise ihre Netzwerke hat, welche die Vernunft nicht kennt.«

Pressestimmen

»Latours Buch enthält eine Fülle bemerkenswerter Einsichten und Gedanken, von Miniaturen und großen Erzählungen.«

Klaus Birnstiel, Süddeutsche Zeitung
»Bruno Latour hat ein weiteres Hauptwerk geschrieben.«
Frank Kelleter, Frankfurter Allgemeine Zeitung

» ... ein aufregendes Denkabenteuer ... «

Martin Hubert, WDR 3

»Ein nicht einfach zu lesendes Buch, aber es lohnt sich.«

Mathias Richter, Märkische Allgemeine

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