Alexander Kluge
Früchte des Vertrauens

Finanzkrise, Adam Smith, Keynes, Marx und wir selbst: Auf wen kann man sich verlassen?
Früchte des Vertrauens
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D: 29,90 €
A: 30,80 €
CH: 49,50 sFr

Erschienen: 16.11.2009
fes 15, 0 Seiten
ISBN: 978-3-518-13515-0

Inhalt

Godard sagte über seinen Videoessay Histoire(s) du cinéma, mit dem Medium DVD seien noch ganz andere Dinge möglich. Was man mit den Silberscheiben anstellen kann, demonstrierte Alexander Kluge, nach eigener Auskunft Godards »jüngerer Cousin«, mit seinen Nachrichten aus der ideologischen Antike. Andreas Platthaus schrieb damals in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, die DVD sei genau das richtige Medium für sein Werk, Kluge selbst sieht darin die Möglichkeit einer »extensiven Landwirtschaft des Films«. Mit diesen Mitteln setzt er sich nun in seinem neuen Projekt mit den Kollateralschäden der Wirtschaftskrise auseinander. Es geht um den Gegenpol der Krise – das Vertrauen: Was läßt sich für Geld nicht kaufen? Warum ist Vertrauen, das durch Werbung und Geld allein nicht erkauft werden kann, ein Rohstoff notwendiger als Beton oder Öl? Unterstützt wird er dabei vom Nobelpreisträger Joseph E. Stiglitz, von Peter Berling in der Rolle des Tiermehlfabrikanten Fred Eicke, von Dirk Baecker, Christoph Hochhäusler, Romuald Karmakar, Christian Petzold, Helge Schneider, Josph Vogl und vielen anderen.

Einen Ausschnitt aus Romuald Karmakars Beitrag »Ein Mann unseres Vertrauens: Ralf Otterpohl, Wasserspezialist« finden Sie hier: http://www.youtube.com/watch?v=3aF10OTICa0

 

Pressestimmen

» ... mit elf Stunden Material auf vier DVDs ein groß angelegtes Unterfangen. Es handelt sich dabei um eine Fortsetzung zu den Nachrichten aus der ideologischen Antike, mit denen Kluge vor einem Jahr den Kapitalismus ins Visier genommen hatte ... Informationen, Deutungen, Auskünfte, Phantasmagorien, Details, Meinungen, Geschichten, Filmschnipsel, Zitate, Zeichen. Der Begriff des Vertrauens, den Kluge ausdrücklich als ›GEGEN-KAPITAL‹ bezeichnet, dient dabei als Schlüssel zu den zahlreichen Verstehensmöglichkeiten der dramatischen Ereignisse seit dem Zusammenbruch der Bank Lehman Bros. im Jahr 2008. In rund 120 Kapiteln kreist Früchte des Vertrauens den gesellschaftlichen Zusammenhalt ein, der über Geld und die damit verbundene spezifische Zeitlichkeit vermittelt wird.«

Bert Rebhandl, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Früchte des Vertrauens ist ... das Gegenteil eines Thesenfilms, sondern eine Sammlung von Material, Gedanken, auch entlegenen, und von komischen Einfällen über Geld und Vertrauen. Alexander Kluge ist mit diesem Film ein Gegenentwurf zu Michael Moores Kapitalismus - eine Liebesgeschichte gelungen, der zurzeit in den Kinos läuft. Der im Grunde autoritäre Filmemacher Moore weiß über Gut und Böse, Richtig und Falsch von Anfang an Bescheid. Der ältere, viel verspieltere Kluge betrachtet die Wirklichkeit neugieriger und offener, er lässt den Zuschauern Freiheit.«

Harald Martenstein, Tagesspiegel

»Nach seiner Verfilmung von Marx' ›Kapital‹ ist das nun der zweite Beweis, dass Kluges Wirtschaftsweise in geistiger Hinsicht jedenfalls funktioniert. Was er liefert, wirkt ungemein frisch. ... Es geht Kluge um den nachhaltigen Anbau eigensinniger Gedanken, wachen Geschichtsbewusstseins und um die Pflege des Sinnes für das Einmalige und Schöne. Von diesen Früchten nährt sich das Humane, das Grundvertrauen, das jeder Mensch in dieser Welt braucht, sobald er zu atmen beginnt. Teil I der DVD-Edition setzt sich mit diesem merkwürdigen Ding ›Geld‹ auseinander. Teil II führt in Situationen, in denen Geld überhaupt nichts ausrichten kann. Teil III widmet sich dem Zigarettenanzünden in dünner Luft und Teil IV fragt, worauf wir uns noch verlassen können. ... Krise der Ökonomie bedeutet nicht Krise des Denkens.«

Eckhard Fuhr, Die Welt

»Kluges Filme sind Apparate, die unsere Wahrnehmung auf existenzielle Fragen fokussieren, ohne uns die Antworten abzunehmen. Wiederholungen bekannter Motive und Geschichten aus älteren Arbeiten gehören dazu. Die Unverbrauchtheit, mit der der 77-jährige Autor sein ganz persönliches Aufklärungsprojekt vorantreibt, ist aufregend genug.«

Stuttgarter Zeitung

Videobeiträge

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