Hans-Ulrich Treichel
Frühe Störung - Roman

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Erschienen: 17.02.2014
Gebunden, 189 Seiten
ISBN: 978-3-518-42422-3
Auch als eBook erhältlich

»Ich war der Kranke, der Mutterkranke«

Mutter Mutter Mutter. Er wird es nicht los, dieses ständige Geraune in seinem Kopf. Nicht auf der Couch des Psychoanalytikers, nicht in Berlin, der Stadt seiner Kindheit, und erst recht nicht auf seinen Reisen, sei es nach Mecklenburg-Vorpommern, nach Rom oder gar nach Kalkutta. Er, das ist Franz, der tragisch-komische Held in Hans-Ulrichs Treichels neuem Roman, in dessen Gehörgängen sich die mütterliche Stimme eingenistet hat wie ein immerwährender Pfeifton. Eine Störung, eine Mutterstörung, ohne Frage, die von weit her kommt, mindestens aus der Kindheit, und wovon ihn Andrea, die jungenhafte und ganz und gar unmütterliche Fotografin, zumindest eine Zeitlang zu heilen versteht. Doch Andrea bleibt nicht bei Franz. Und vor seiner Mutter hält er nicht stand – selbst dann nicht, als längst keine Macht mehr von ihr ausgeht und ihre Stimme verstummt.

Frühe Störung ist die Geschichte einer verfehlten, schuldhaften und niemals gelösten Bindung eines Sohnes an seine Mutter, eine Geschichte, wie sie nur Hans-Ulrich Treichel zu erzählen versteht: tieftraurig, oft genug komisch und erfüllt von schmerzlicher Ironie.

Pressestimmen

»Es gibt in dieser erstaunlichen Prosa ... böse Tiefen unter einer scheinbar dahinplätschernden Oberfläche...«

Angelika Overath, Neue Zürcher Zeitung

»Selbstironisch, komisch, anspielungsgesättigt wie eh und je. ...Wer's sachte pathologisch liebt und witzig untermalt mit Bildungsgut, der wird's goutieren.«

Tilman Krause, DIE WELT

»Treichel ist ein leichtfüßiger Erzähler, der mit viel Humor die Unzumutbarkeiten des Daseins überwindet.«

Jörg Magenau, taz. die tageszeitung

»Der Psychoanalytiker Treichel schöpft wieder aus dem Vollen. Durchaus gelungen.«

str, Passauer Neue Presse

»Treichel Ist ein unterhaltsamer Roman gelungen, der klingt, als hätten Woody Allen und Thomas Bernhard gemeinsam über Ihre ›frühen Störungen‹ fantasiert, die nie wieder gutzumachen sind.«

Claus-Ulrich Bielefeld, rbb kulturradio

»Hans-Ulrich Treichel, der literarische Familienherkunfts- und Beziehungsforscher seiner Generation, hat ihn Franz auf den Leib geschrieben: exakt so komisch wie der sich zu ernst nimmt.«

Rolf Birkholz, Neue Westfälische

»... Frühe Störung, ein exzellentes Stück Literatur, entwickelt von Anfang an einen Sog, dem man sich bis zum Schluss nicht entziehen kann.«

Waltraut Worthmann-von Rode, Saarländischer Rundfunk

»Unerträglich wären seine selbstmitleidigen Einlassungen, hätte Treichel sie nicht in jenem Ton·verfasst, der ihn berühmt gemacht hat. Eine an Woody Allens Filmen geschulte (Selbst)-Ironie, eine schlanke, elegante Sprache und ein bestechender Rhythmus tragen den Leser durch seinen schwerwiegenden Text über die Schrecken einer allzu leichten, verantwortungsfreien Existenz.«

Ulrike Frenkel, Literaturblatt für Baden-Württemberg März/April 2014

»Frühe Störung ist die Geschichte einer verfehlten, schuldhaften und niemals gelösten Bindung eines Sohnes an seine Mutter, eine Geschichte, wie sie nur Hans Ulrich Treichel zu erzählen versteht: tieftraurig, oft genug komisch und erfüllt von schmerzlicher Irnoie.«

Buch-Magazin Mai 2014

Kommentare

»Ich habe mich sehr amü­siert mit die­sem klei­nen Roman vol­ler Mutter-Variationen. Beson­ders über die Szene, in der die Mutti-Ministerin den armen Franz in ihrer Dat­scha mit Pflau­men­ku­chen drang­sa­liert, um ihn anschlie­ßend sei­nem Würstchen-Dasein zu über­las­sen. Noch hilf­lo­ser aus­ge­lie­fert wirkt er nur, wenn seine Mut­ter ihm im Chris­tus­ges­tus ihr Wund­mal weist.«
atalantes.de, 17.03.2014

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