Heiner Müller
»Für alle reicht es nicht« - Texte zum Kapitalismus

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Erschienen: 10.04.2017
edition suhrkamp 2711, Taschenbuch, 389 Seiten
ISBN: 978-3-518-12711-7
Auch als eBook erhältlich

Inhalt

Ein Vierteljahrhundert nach dem Fall der Mauer ist es an der Zeit, die Texte Heiner Müllers neu zu lesen. Der Begriffsflitter der verflossenen Postmoderne konnte ihnen ebenso wenig etwas anhaben wie die ideologische Zensur der Open Society. Zu entdecken sind prophetische Analysen, die Elend und Schrecken des triumphierenden Kapitalismus im Voraus zur Sprache bringen.

Der Band legt eine Auswahl bekannter und weniger bekannter Texte Heiner Müllers zum Kapitalismus vor. Die Gliederung orientiert sich an fünf grundlegenden Aspekten der Kritik, die das Gesamtwerk durchziehen: die Dialektik des Kapitals, der Affekt des Ekels, die Kritik der Sprache, die Frage der Religion, die Permanenz des Krieges. Eingeleitet werden die einzelnen Kapitel jeweils durch ein kurzes Vorwort, das einen möglichen Zugriff auf die Texte eröffnen soll. Es geht darum, der Chance, die Heiner Müller als Dialektiker noch in der völligen »Ratlosigkeit des Denkens« erkannt hat, einen Denkraum zu geben.

Pressestimmen

»Die neue Zusammenstellung seiner Texte zur Gegenwart zeigt den Dramatiker als luziden und vor allem differenzierten Interpreten der Lebenszusammenhänge nach 1989.«

Katharina Teutsch, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Was dem Band gelingt, ist eine überzeugende Auswahl an Texten zu präsentieren, die von den Herausgebern trefflich eingeleitet werden …«

Jakob Hayner, junge Welt

»Die exzellenten Kapitelvorworte der Herausgeber Helen Müller und Clemens Pornschlegel nehmen das scharfe Vokabular des Autors auf, sprechen von vulgärer Sattheit und obszön ausgestellter Unschuld.«

Konstantin Ulmer, ZEIT ONLINE

»Gegen die ... etwas mythenverhangene jüngere Müller-Rezeption setzt diese von seiner Witwe initiierte Textsammlung bedingungslos auf neugelesene Aktualität der schon bei ihrer Entstehung prophetischen Texte.«

Karsten Zimalla, Westzeit

»Zwei Jahrzehnte nach dem Tod des Dramatikers Heiner Müller sind dessen Prophezeihungen aktueller denn je.«

Hendrik Werner, Weser-Kurier

»›Für alle reicht es nicht‹. Texte zum Kapitalismus sind die beste Einführung in Heiner Müllers großes Werk und zudem hoch aktuell.«

Achim Engelberg, Blätter für deutsche und internationale Politik 10/2017

»Mit welcher Luzidität der Dramatiker schon in den 1990ern über Terrorismus, Massenunterhaltung und den Irakkrieg reflektierte, ist einzigartig.«

Katharina Teutsch, Philosophie Magazin Juni/ Juli 2017

Videobeiträge

Kommentare

»Irgendwann muss man die Tagesnachrichten durchbrechen. Und dann tut man gut, nach Texten von Heiner Müller zu greifen.«
Alexander Kluge, 19.01.2017

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