George Steiner
Gedanken dichten - Essay

Aus dem Englischen von Nicolaus Bornhorn
Gedanken dichten
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D: 19,90 €
A: 20,50 €
CH: 28,50 sFr

Erschienen: 12.12.2011
Gebunden, 305 Seiten
ISBN: 978-3-518-42261-8

»Steiners beeindruckend schönes Buch ist ein einziges Argument dafür, dass die Grenzziehung zwischen Philosophie, Wissenschaft und Literatur nur eine sehr bedingte Gültigkeit hat.«

Gert Scobel, Philosophie Magazin

 

Inhalt

Denken und Dichten: beide sind sie Kinder der Sprache. Eine sehr lange Zeit hat es gebraucht, bevor sich aus orphischen Gesängen, rhapsodischen Fiktionen und schamanischen Analogien autonomes Denken kristallisierte. Doch so sehr, seit der griechischen Klassik, dieses Denken sich auf Abstraktion zuspitzte – über Jahrtausende blieb es gebunden an das uralte Erbe der Dichtung: an Rhythmus, Phrasierung, Klangfarbe und Intonation, an rhetorische Figuren, Bilder und Symbole.

Eine Sprache der Sinnlichkeit, vibrierend von Bedeutung und innerer Bewegung: das ist die Ausdrucksform der größten Denker von Heraklit über Platon, Descartes und Spinoza, Hegel und Nietzsche hin zu Wittgenstein, Heidegger, Sartre. Umgekehrt drängt es die Dichter immer wieder zum gedanklichen System: Den großen Meistern und Meisterwerken solcher Synthese, der schönen Verschmelzung von Dichtung und Denken gilt Steiners neuer mit poetischem Schwung geschriebener philosophisch-historischer Essay.

Pressestimmen

»Gedanken dichten stellt den Höhepunkt eines Lebenswerks dar. .... George Steiners tief lotendes europäische Einfühlungsvermögen hat sich wohl kaum je in solcher Deutlichkeit gezeigt wie in dieser Folge von Meditationen über das, was Maurice Blanchot den ›triumphalen Antagonismus‹ zwischen Dichtung und Denken nennt.«

Ben Hutchinson, The Times Literary Supplement

»Seine Ausführungen sind nicht immer anschaulich, aber wenn er, wie bei seinen Darlegungen zu Hegel, Heidegger, Marx oder Wittgenstein textanalytisch arbeitet, wenn er deren metaphorischen Sprachgebrauch verdeutlicht und zeigt, mit welcher poetischen Kraft sich diese Philosophen ausdrücken, dann wird man förmlich in den Bann seiner Darstellungen gezogen.«

Michael Opitz, Deutschlandradio Kultur

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