Georg Simmel
Gesamtausgabe in 24 Bänden (Leinen)

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Gesamtausgabe in 24 Bänden - Band 22: Briefe 1880–1911

Bearbeitet und herausgegeben von Klaus Christian Köhnke
Gesamtausgabe in 24 Bänden
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D: 72,00 €
A: 74,10 €
CH: 95,00 sFr

Erschienen: 31.10.2005
Leinen, 1093 Seiten
ISBN: 978-3-518-57972-5

Inhalt

Wer Simmel im Kontext verstehen will, ist – mangels sonstiger autobiographischer Zeugnisse – auf sein Briefwerk angewiesen, das im Rahmen der Gesamtausgabe in einer zweibändigen, sorgfältig kommentierten Edition erscheint, die sämtliche überlieferten Schreiben von Simmel enthält sowie alle Briefe an Simmel, die als Durchschriften und Abschriften erhalten sind.
Der nun vorliegende erste Briefband umfaßt den Zeitraum von Simmels Studienzeit in Berlin bis zum Erscheinen seiner Essaysammlung Philosophische Kultur im Jahr 1911, die zweifellos den Höhepunkt seiner öffentlichen Wirksamkeit zur damaligen Zeit markiert. Die Briefe dieses Bandes dokumentieren nicht nur Simmels Teilnahme an den internationalen Bemühungen um die Etablierung der Soziologie, sondern erzählen auch überaus anschaulich von den Anfangsjahren der Deutschen Gesellschaft für Soziologie, zu deren Gründungsvorstand Simmel (neben Friedrich Tönnies, Werner Sombart und Max Weber) gehörte, sowie von der Gründung der Internationalen Zeitschrift für Philosophie der Kultur Logos, die Simmel bis zu seinem Tod mitherausgab. Sie sind aber auch ein Stück intellektuelle Biographie, denn viele Schreiben gelten seinen Publikationen, nicht wenige seinen Karriereproblemen, mit denen Simmel zeit seines Lebens zu kämpfen hatte, und im Hintergrund blitzt immer wieder Simmels unkonventionelle Persönlichkeit auf.

Pressestimmen

»Bis heute fasziniert Simmel durch die Unerschrockenheit und stilistische Eleganz, mit der seine Kulturanalysen von der phänomenologischen Kleinmalerei, die er wie kaum ein Zweiter beherrschte, zur Gegenwartsdiagnose und zur philosophischen Grundsatzerklärung übergehen. Walter Benjamin und Ernst Bloch, Theodor W. Adorno und Siegfried Kracauer haben vieles und oft ihr Bestes bei ihm gelernt. ... Die bewährten Herausgeber Georg Simmels, Otthein und Angela Rammstedt sowie Klaus Christian Köhnke, haben alles getan, um die Konstellationen und stillschweigenden Voraussetzungen dieser Korrespondenz vor dem Leser auszubreiten. Bewegend zu sehen, wie die Blockadepolitik wohlbestallter Kollegen, die Simmels Karrierepläne durchkreuzten, und die Schmähungen der nachdrängenden Revolteure, allen voran Georg Lukács und Ernst Bloch, wirkungsvoll zusammenspielten, um Simmel dauerhaft an den Rand zu drängen. ... Nicht wenige seiner Briefe sind kleine literarische Kostbarkeiten, so auch das Schreiben vom 12. März 1911 an die Freundin Margarete von Bendemann. Das Porträt, das dieser Brief von Bernhard von Groethuysen zeichnet, trägt Züge eines literarischen Selbstbildnisses: «Seine Gedanken haben zwar ihrem Sinne nach durchaus zeitlosen, das Leben überwindenden Charakter; aber innerhalb seiner sind sie an die Form des fliessenden, immer verfliessenden Lebens gebunden (. . .), so dass keines der Elemente scheint für sich u. gesondert vom andern existiren zu können.»
Ralf Konersmann, Neue Zürcher Zeitung

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Band 1: Das Wesen der Materie nach Kant's Physischer Monadologie. Abhandlungen 1882–1884. Rezensionen 1883–1901 Band 2: Aufsätze 1887 bis 1890. Über sociale Differenzierung (1890). Die Probleme der Geschichtsphilosophie (1892) Band 4: Einleitung in die Moralwissenschaft. Eine Kritik der ethischen Grundbegriffe. Zweiter Band Band 5: Aufsätze und Abhandlungen 1894 – 1900 Band 7: Aufsätze und Abhandlungen 1901–1908. Band I Band 8: Aufsätze und Abhandlungen 1901–1908 Band 9: Kant. Die Probleme der Geschichtsphilosophie (Zweite Fassung 1905/1907) Band 12: Aufsätze und Abhandlungen 1909–1918. Band I Band 13: Aufsätze und Abhandlungen 1909–1918. Band II Band 14: Hauptprobleme der Philosophie. Philosophische Kultur Band 15: Goethe. Deutschlands innere Wandlung. Das Problem der historischen Zeit. Rembrandt Band 16: Der Krieg und die geistigen Entscheidungen. Grundfragen der Soziologie. Vom Wesen des historischen Verstehens. Der Konflikt der modernen Kultur. Lebensanschauung Band 17: Miszellen, Glossen, Stellungnahmen, Umfrageantworten, Leserbriefe, Diskussionsbeiträge 1889–1918. Anonyme und pseudonyme Veröffentlichungen 1888–1920. Beiträge aus der "Jugend" 1897-1916. Band 18: Englischsprachige Veröffentlichungen 1893-1910 Band 19: Französisch- und italienischsprachige Veröffentlichungen. Mélanges de philosophie relativiste Band 20: Postume Veröffentlichungen, Ungedrucktes, Schulpädagogik Band 21: Kolleghefte und Mitschriften Band 22: Briefe 1880–1911 Band 23: Briefe 1912–1918. Jugendbriefe