»Wie im Vorbeigehen entwirft Steidele die historischen Rahmenbedingungen bürgerlichen Frauenlebens im 19. Jahrhundert und bietet einen anregenden Lesegenuss, der das biedere Bild einer Epoche nachhaltig zu korrigieren vermag. Angereichert ist das Buch mit zahlreichen Abbildungen, die Steideles roten Erzählfaden untermauern.«
Svenja Hoch, Titel-Magazin
»Angela Steidele hat dieser Liebe ein doppeltes Denkmal gesetzt: staunenswert in seiner Mitteilung, hinreißend in der Erzählung.«
Spiegel 50/2010
»Angela Steidele hat aus den zahllosen Briefen und Zeugnissen eine spannende, einfühlsame Doppelbiografie dieses ungewöhnlichen Paars geschrieben, das sowohl emotional als auch finanziell von Männern unabhängig war.«
Basler Zeitung
»Ein Buch, das seine Leser mit wertvollen neuen Perspektiven beschenkt.«
Ruth Klüger, Die Welt
»Die Geschichte dieser beiden ist eine der großen Liebesgeschichten, wie sie in diesem Format - mal melodramatisch, mal opernhaft, mal von singspielartiger Komik, voll von bösen Kindern oder Brüdern, missgünstigen Erben und großzügigen Revolutionären, mit Schauplätzen in Weimar, Rom und Köln, mit Umsturz, Bankrott und italienischen Höhepunkten - wohl nur das 19. Jahrhundert hervorbrachte. Dass man sie dennoch kaum kennt, über diesen hinreißenden deutschen Liebesroman wenig weiß, liegt daran, dass zwei Frauen ihn erlebten und er obendrein zum populären Zerrbild vom Biedermeier nicht passen will. Nun hat die Literaturwissenschaftlerin Angela Steidele die Lebensgeschichten und Gefühlsschicksale der beiden Frauen nachgezeichnet. Auf Vorarbeiten konnte sie nur dort zurückgreifen, wo geistesgeschichtliche Prominenz den Weg Adeles und Sibylles gekreuzt hatte: neben dem Bruder Arthur Schopenhauer die Familie Goethe und die zeitweilige Nebenbuhlerin, dann aber gemeinsame Freundin Annette von Droste-Hülshoff. Viel zu oft aber waren Quellen nur in Auszügen berücksichtigt oder gar entstellt worden. Tausende Seiten sichtete Steidele in Archiven von Weimar und Köln, bevor das letztere im März 2009 in einem U-Bahn-Schacht versank. In vier Kapiteln erzählt Steidele die "Geschichte einer Liebe". Wie sie es schafft, ihre Heldinnen ausführlich zu Wort kommen zu lassen, ohne sich in der Fülle der Zitate zu verlieren, kann man nur bewundern. [...] Angela Steidele, die seit ihrer Promotion über die Liebe zwischen Frauen schreibt, enthüllt vor dem staunenden Leser eine Welt, von deren Vielgestaltigkeit er nichts geahnt hat. Hier lernt man das klassische, das bidermeierliche Deutschland neu kennen [...].«
Jens Bisky, Süddeutsche Zeitung
»Doch ist das Buch mehr als nur eine Liebesgeschichte. Es ist auch eine Ehrenrettung Adele Schopenhauers, über die – meist von Männern – zahlreiche Verleumdungen in die Welt gesetzt wurden, die gemeinhin im Vorwurf, sie sei hässlich, gipfelten. «
Rolf Löchel, literaturkritik.de
»Selten ist wissenschaftliche Literatur so faszinierend und unterhaltsam zu lesen wie diese Doppelbiografie von Angela Steidele.«
escape 5/2010
»Steideles eindruckvolle Doppelbiografie bietet über die Geschichte einer Liebe hinaus ein informatives und lebendiges Porträt des gesellschaftlich-intelektuellen Klimas und eine Mentalitätsgeschichte der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts.«
Nils Rottschäfer, Droste-Jahrbuch 8/2009-10