Richard Münch
Globale Eliten, lokale Autoritäten - Bildung und Wissenschaft unter dem Regime von PISA, McKinsey & Co.

Globale Eliten, lokale Autoritäten
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Erschienen: 23.03.2009
edition suhrkamp 2560, Broschur, 266 Seiten
ISBN: 978-3-518-12560-1

Inhalt

Ob es um Lehrpläne für Gymnasien geht oder um die Privatisierung öffentlicher Leistungen: Überall auf der Welt sind lokale Autoritäten wie Kommunalpolitiker oder Lehrer mit standardisierten, angeblich wissenschaftlichen Rezepten konfrontiert. Vorgegeben werden sie von einer globalen Beraterelite. Mit den Problemen, die entstehen, wenn auf dem Land die Müllabfuhr privatisiert oder generell Bildung auf die Bereitstellung von Humankapital reduziert wird, müssen die Verantwortlichen jedoch alleine zurechtkommen. Richard Münch, einer der international renommiertesten deutschen Soziologen, untersucht die Mechanismen hinter der globalen Standardisierung lokaler Lebenswelten.

 

Pressestimmen

»In dieser hervorragenden, scharfen Analyse seziert Richard Münch, Soziologe an der Uni Bamberg, die globalen Eliten und erläutert die lokalen Folgen.«

erwinbauer.com

»Die Menschen in Deutschland entwickeln derzeit für den Bereich der Wirtschaft ein starkes Bewusstsein dafür, dass eigenständige und lokal kolorierte Unternehmen in kommunaler Hand ein unverzichtbares Korrektiv zu dem global enthemmten Kapital sind. Es wäre mehr als zu wünschen, wenn solche Überlegungen auch dem Bildungssektor gewidmet würden. Dafür hat Münch einen sehr wichtigen Impuls gesetzt. Ich kann mich dem Rezensenten der ›Süddeutschen Zeitung‹ nur anschließen: ›Das ist ein Buch, für das wir höchst dankbar sein müssen.‹«

Forum Neue Länder 3/2009
»In welchem Umfang ein akademischer Betrieb strukturell denselben spekulativen Charakter entwickelt wie die entfesselte Finanzwirtschaft, der er nachgebildet ist, geht aus der Studie über Globale Eliten, lokale Autoritäten, Bildung und Wissenschaft unter dem Regime von PISA, McKinsey & Co des Bamberger Soziologen Richard Münch hervor. Die Errungenschaften stellen sich, so Münch, keineswegs nur als gesteigerte Effizienz dar. Vielmehr gehören dazu auch höchst imaginäre Dinge wie Quasi- oder Pseudomärkte, also ein erfundener Bedarf für erfundene Abnehmer.«
Thomas Steinfeld, Süddeutsche Zeitung

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