Wolfgang Frühwald
Goethes Hochzeit

Mit zahlreichen Abbildungen.
Goethes Hochzeit
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Erschienen: 17.09.2007
Insel Bücherei 1294, Pappband, 78 Seiten
ISBN: 978-3-458-19294-7

Inhalt

Als Goethe am 19. Oktober 1806 zum Entsetzen der Weimarer Gesellschaft die Mutter seines fast erwachsenen Sohnes heiratete, lag eine krisenhaft zugespitzte Folge traumatischer Ereignisse hinter ihm: Schillers Tod am 9. Mai 1805, Nierenkoliken, die ihm das Leben zur Hölle machten, schließlich am 14. Oktober 1806 der Sieg von Napoleons Truppen bei Jena und Auerstedt: Weimar war freigegeben zur Plünderung, der Tod allgegenwärtig. Nie stand das mögliche Ende Goethe so nah vor Augen, und er wollte, so wird gesagt, Frau und Sohn im Falle seines Todes versorgt wissen. Doch ist das als Erklärung für seine späte Heirat hinreichend? Wolfgang Frühwald zeigt, daß es wirklich Liebe war, die Goethe zu diesem Schritt bewog – eine Liebe, die sich nicht mehr um die feinsinnige Trennung von Sexualität und Freundschaft, bürgerlicher Ehe und Triebbefriedigung scherte. Der Nachweis gelingt Frühwald in einer packenden Synopse des Schicksalsjahres 1806 sowie in der Betrachtung von poetischen Texten, in denen Goethe »Barrieren gegen den Tod« errichtete.

Pressestimmen

»Wie Wolfgang Frühwald ein luzides Porträt des alten Goethe entwirft, nötigt gerade in seiner Leichtigkeit höchsten Respekt ab. ... Schön, dass es noch Germanisten gibt, die so schreiben können.«
Frankfurter Allgemeine Zeitung

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