Jürgen Becker
Graugänse über Toronto - Journalgedicht

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Erschienen: 13.06.2017
Leinen, 92 Seiten
ISBN: 978-3-518-42752-1

Inhalt

Dieses lange Gedicht besteht aus lauter kurzen Gedichten – ein widersprüchlicher Zusammenhang, wie er zustande kommt, wenn das Schreiben den Sprüngen der Assoziationen, dem permanenten Zeitenwechsel, dem Hin und Her zwischen Aktualität und Erinnerung folgt. Ein journalhaftes Schreiben, das nach den Bestandteilen der Biographie sucht und wo sie auftauchen im täglichen Geschehen, im Repertoire der Medien und Bilder, in Sprechweisen und Zitaten, in vergangenen Zeiten. Indem der Verfasser dabei den Spuren des eigenen Lebens nachgeht, bewegt er sich zugleich im Erfahrungsraum der Zeitgenossen, vergegenwärtigt er ein Früher, das im Hier und Heute weiterwirkt. Eine Geschichte von Stimmungen und Erfahrungen, aufgereiht in einer Gedichtkette, die ein ganzes Jahrhundert mit sich zieht, vom Steckrübenwinter des Ersten Weltkriegs bis zur Italienischen Woche beim nächsten Discounter. Jeder Augenblick hat seine Biographie… Jede Situation hat eine Geschichte, die man kennen muß, um das Woher und Wieso zu verstehen.

85. Geburtstag am 10. Juli 2017

Pressestimmen

»Becker ist ein Meister des Details, der genauen Beobachtung. Das Alltägliche wird bei ihm zum poetischen Ereignis.«

Martin Oehlen, Frankfurter Rundschau

»Auch dieses Alterswerk ist frisch wie ehedem und überrascht durch seine Formulierungen.«

Eberhard Geisler, taz. die tageszeitung

» ... Als ›Journalgedicht‹ fliegen Graugänse über Toronto: ... anspielungsreich und genau komponiert, ein, wie immer bei Becker, Elexier der Wahrnehmung, die geschärft und geweitet wird.«

Andreas Rossmann, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Beckers Poesie bildlet ein Kaleidoskop jenes Flüchtigen, das wir tagtäglich leben.«

Hans-Dieter Schütt, neues deutschland

»Beckers Journalgedicht ist ein Text mit langem Atem, Chronik und Momentaufnahme zugleich. Ein Buch vom Überdauern, aber auch eines, das sich der fortgeschrittenen Zeit bewusst ist ... «

Dirk Hohnsträter, WDR

»Jürgen Becker ist mit Graugänse über Toronto ein berührender Text gelungen, der zwischen dem Hier und Jetzt und der Erinnerung oszilliert. Wer ihn liest und nicht vergisst, wird die Welt mit anderen Augen sehen.«

Tobias Wenzel, NDR

»Der Meister der Alltagspoesie widmet sich [in Graugänse über Toronto] so unterschiedlichen Themen wie Videoüberwachung auf einer Hühnerfarm, den Auswüchsen in sozialen Netzwerken und der Frage nach der Qualität von Anzeigenblättern.«

Peter Mohr, Titel Kulturmagazin

»Man sollte Beckers Journalgedicht immer zu Hand haben, um daraus die eine oder andere Zeile zu lesen.«

Volker Breidecker, Süddeutsche Zeitung

»Kann man über all das besser schreiben – das quecksilbrige Gedächtnis, die Suche nach der verlorenen Zeit und diesen verrückt geschnittenen, oft flackernden Film, den wir unser Leben nennen? Wohl kaum. Jürgen Becker schenkt seinen Lesern kurz vor seinem 85. Geburtstag ein wunderbares Buch.«

Hartmut Wilmes, Kölnische Rundschau

»Jürgen Becker ist ein Meister des Details, der genauen Beobachtung. Das Alltägliche wird bei ihm zum poetischen Ereignis. Immer wieder gibt es Passagen, die das Wiederlesen und Nochmal-Lesen lohnen.«

Martin Oehlen, Kölner Stadt-Anzeiger

»Jürgen Becker, der genaueste literarische Augen- und Ohrenzeuge der deutschen Nachkriegsgeschichte, ist mit 85 Jahren noch von unvergleichlicher Präsenz und Geistesgegenwart.«

Michael Braun, Die Rheinpfalz

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Nachrichten

Kommentare

»Der lyrisch überformte Text überzeugt mit atmosphärisch dichten Momentaufnahmen ... «
Ronald Schneider, ekz.bibliotheksservice GmbH, 08.08.2017

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