Bernd Cailloux
Gutgeschriebene Verluste - Roman mémoire

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Erschienen: 17.06.2013
suhrkamp taschenbuch 4437, Broschur, 271 Seiten
ISBN: 978-3-518-46437-3
Auch als eBook erhältlich

»Das Leben wird vorwärts gelebt und rückwärts begriffen.«

Mit elegantem Understatement, doch ohne Rücksicht auf Verluste zieht Bernd Cailloux die Lebensbilanz von einem, der von Bilanzen nie viel wissen wollte.

Berlin 2005. Im Schöneberger Café Fler, einem Asyl der Übriggebliebenen aus dem alten Westberlin, sitzt ein Mann von sechzig Jahren. Kein Eigenheim, keine Familie, keine Rentenansprüche. Vor Jahren hatte er zweimal im Blitzlicht der Geschichte gestanden: das erste Mal um 1968, als Miterfinder des Disco-Stroboskops und Hippie-Businessman; das zweite Mal Ende der Siebziger, als Irrwisch in der jungen Mauerstadt-Bohème mit ihren künftigen Weltstars, Opfern und Verrätern. Davor, dazwischen und dahinter lagen Schattenzeiten, wo sich die verborgenen, aber nicht weniger spektakulären Dramen dieses Lebens abspielten.

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Kommentare

Die ersten Bücher des Autors habe ich in den 80 Jahren gesehen, aber erst jetzt habe ich ihn angefangen zu lesen, voller Faszination, die Beschreibung eines Mannes der im Schöneberger Cafe seine Berliner Abende verbringt und seit ende der 70 Jahre in Schöneberg lebt.

Neben der Liebesgeschichte des alten Lebenskünstlers, steht die Freundschaft zum Schriftsteller Leiser, die in keiner Rezension erwähnt wurde, man denkt unwillkürlich immer wieder an Ralf Rothmann, wenn man von Leiser ließt und bei der Szene die unverkennbar auf Wäldernacht reflektiert, fragt man sich was ist Fiktion? Bedient sich Bernd Cailloux bei Rothmann oder hat Leiser vielleicht doch diese Geschichte aus dem Schöneberger Cafe mitgenommen.

Jetzt muss ich nur noch in „Dieners Dattlersaal“ gehen den ultimativen Kneipentip des Autoren.
Reiner Girstl, 05.07.2013

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