Urs Faes
Halt auf Verlangen - Ein Fahrtenbuch

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Erschienen: 06.02.2017
Gebunden, 199 Seiten
ISBN: 978-3-518-42583-1
Auch als eBook erhältlich

»Konzentriert, herzwarm und ästhetisch.«

Neue Zürcher Zeitung

 

Inhalt

Unmittelbar nach der Diagnose findet er keine Worte. Erst später, bei der täglichen Fahrt quer durch die Stadt, versucht er, die Dinge zu benennen, aufzuschreiben, was ihm geschieht: die Unterwelt der Onkologie, die Müdigkeit nach der Bestrahlung, die Erinnerung an Kindheit und Herkunft, an Straßenbahnfahrten mit dem Vater und Kino mit der Jugendfreundin Mile, an Verlassenwerden in Paris und den Abschied von seiner Geliebten. Den möglichen Tod vor Augen, stellt er sich die Frage nach dem Gelebten und dem Versäumten, nach dem, was Antrieb war, was Begehren und was Liebe.

Halt auf Verlangen ist Urs Faes' bislang intimstes Buch, gewachsen aus der autobiographischen Erfahrung der Krankheit, geschrieben, um sich festzuhalten am Stift, an Worten, Bildern und der Erinnerung. Schreiben als Notwehr, gegen die eigene Hinfälligkeit und darin ganz dem Leben zugewandt.

Aus dem Buch

»Er schrieb auf, was er sah, und wusste früh, dass nicht das, was er sah, ihn bewegte, sondern das, was in seiner Phantasie sich entwickelte. Der See noch in dichtem Nebel, ein weiches Grau, Wellengrau, auch die Ufer vermummt, alles vermummt, auch das Leben. Nur die schlechten Träume nicht.«

Pressestimmen

» ... ein Buch, das so bescheiden wie eindringlich den Versuch unternimmt, die Bilanz eines Lebens zu ziehen.«

Thomas Ribi, Neue Zürcher Zeitung

»Hier nutzt ein Autor auf der Höhe seines Könnens einen erzwungenen Halt, um wie in einer vielstimmigen Coda nochmals die Themen und Figuren seines Werks vorzuführen und angesichts der Unwägbarkeit der Situation in ein finales Inventar einzubringen.«

Charles Linsmayer, Neue Zürcher Zeitung am Sonntag

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