Urs Faes
Halt auf Verlangen - Ein Fahrtenbuch

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CH: 28,90 sFr

Erschienen: 06.02.2017
Gebunden, 199 Seiten
ISBN: 978-3-518-42583-1
Auch als eBook erhältlich

»Konzentriert, herzwarm und ästhetisch.«

Neue Zürcher Zeitung

 

Inhalt

Unmittelbar nach der Diagnose findet er keine Worte. Erst später, bei der täglichen Fahrt quer durch die Stadt, versucht er, die Dinge zu benennen, aufzuschreiben, was ihm geschieht: die Unterwelt der Onkologie, die Müdigkeit nach der Bestrahlung, die Erinnerung an Kindheit und Herkunft, an Straßenbahnfahrten mit dem Vater und Kino mit der Jugendfreundin Mile, an Verlassenwerden in Paris und den Abschied von seiner Geliebten. Den möglichen Tod vor Augen, stellt er sich die Frage nach dem Gelebten und dem Versäumten, nach dem, was Antrieb war, was Begehren und was Liebe.

Halt auf Verlangen ist Urs Faes' bislang intimstes Buch, gewachsen aus der autobiographischen Erfahrung der Krankheit, geschrieben, um sich festzuhalten am Stift, an Worten, Bildern und der Erinnerung. Schreiben als Notwehr, gegen die eigene Hinfälligkeit und darin ganz dem Leben zugewandt.

Aus dem Buch

»Er schrieb auf, was er sah, und wusste früh, dass nicht das, was er sah, ihn bewegte, sondern das, was in seiner Phantasie sich entwickelte. Der See noch in dichtem Nebel, ein weiches Grau, Wellengrau, auch die Ufer vermummt, alles vermummt, auch das Leben. Nur die schlechten Träume nicht.«

Pressestimmen

»Knapp und präzise wirken die Sätze, nachdenklich tastend und fragend. Kein Wort ist zu viel in diesem Buch, das sich … leicht und oft vergnüglich liest …«

Nicole Henneberg, Frankfurter Allgemeine Zeitung

» ... ein Buch, das so bescheiden wie eindringlich den Versuch unternimmt, die Bilanz eines Lebens zu ziehen.«

Thomas Ribi, Neue Zürcher Zeitung

»Hier nutzt ein Autor auf der Höhe seines Könnens einen erzwungenen Halt, um wie in einer vielstimmigen Coda nochmals die Themen und Figuren seines Werks vorzuführen und angesichts der Unwägbarkeit der Situation in ein finales Inventar einzubringen.«

Charles Linsmayer, Neue Zürcher Zeitung am Sonntag

»Es weckt die Lebensgeister, auch wenn es über Verlust, Todesnähe und Abschied spricht.«

Alexander Sury, Der Bund

»Einmal mehr hat Urs Faes nicht bloß eine Krankengeschichte geschrieben, nämlich die eigene. Sondern eine Art Selbstvergewisserung, ein Buch über das Erinnern, über Kindheit, verflossene Lieben und nicht zuletzt: das Schreiben.«

Alexander Leopold, Der Tagesspiegel Ticket

»Ehrlich und authentisch zeichnet Urs Faes das Bild eines strauchelnden Krebspatienten, den seine Krankheit erschüttert, der aber nicht aufgegeben hat.«

Julia Bänninger, Berner Zeitung

»Stark und schön ist Urs Faes' Text dann, wenn er anschreibt gegen die Unsicherheit, gegen die Angst und all das, was diese Krankheit an Unwägbarem mit sich bringt ... Sprachlich ist Urs Faes' Erzählung einfallsreich, präzise und ausdrucksstark.«

Sandra Hoffmann, Bayern 2

»Bewegend, erschütternd, aber nie selbstbemitleidend.«

Peter Mohr, literaturkritik.de Februar 2017

»Diese Gefühlsturbulenzen, denen wir uns auch im neuen Buch ausgesetzt sehen, sind Urs Faes' meisterlicher Sprache geschuldet.«

lokalkompass.de 2017

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