Hans Magnus Enzensberger
Hammerstein oder Der Eigensinn - Eine deutsche Geschichte

Mit zahlreichen Abbildungen
Hammerstein oder Der Eigensinn
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D: 22,90 €
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Erschienen: 07.01.2008
Leinen, 375 Seiten
ISBN: 978-3-518-41960-1

Inhalt Inhaltsverzeichnis

Einen Film zum Buch finden Sie hier.

Ein großes Werk über die verhängnisvollste Periode der deutschen Geschichte und über die herausragende Gestalt eines Mannes, dessen Biographie bislang nicht geschrieben wurde. Hans Magnus Enzensberger hat die Geschichte des Generals Kurt von Hammerstein aus allen erreichbaren Quellen recherchiert und entfaltet sie in einem Genre, das er beherrscht wie kein zweiter: in der literarischen Biographie.

Kurt von Hammerstein war Chef der Reichswehr, ein Grandseigneur, ein unerschütterlicher Gegner des Nationalsozialismus, ein unbestechlicher Zeuge des Untergangs seiner Klasse, des deutschen Militäradels. Seinen Abschied nahm er, nachdem Hitler seine Weltkriegspläne 1933 in einer Geheimrede offengelegt hatte.

Aber es geht auch um die Lebensläufe seiner Frau und seiner sieben Kinder: gezeichnet von den Katastrophen des 20. Jahrhunderts, von Verrat, Widerstand, Spionage und Sippenhaft. Und nicht zuletzt geraten jene Personen ins Fadenkreuz, die zu einem gefährlichen Doppelleben gezwungen waren: vom letzten Reichskanzler der Weimarer Republik über die Agenten der KPD bis zu jener Drogistin, die in Kreuzberg Deserteure und Juden versteckte.

Hammerstein ist nach Der kurze Sommer der Anarchie und Requiem für eine romantische Frau Enzensbergers dritte literarische Biographie, in der die Selbstbehauptung des Einzelnen gegenüber kollektiven und autoritären Zumutungen im Zentrum steht. Für dieses Buch hat der Autor die Archive von ...

Inhalt Inhaltsverzeichnis

Einen Film zum Buch finden Sie hier.

Ein großes Werk über die verhängnisvollste Periode der deutschen Geschichte und über die herausragende Gestalt eines Mannes, dessen Biographie bislang nicht geschrieben wurde. Hans Magnus Enzensberger hat die Geschichte des Generals Kurt von Hammerstein aus allen erreichbaren Quellen recherchiert und entfaltet sie in einem Genre, das er beherrscht wie kein zweiter: in der literarischen Biographie.

Kurt von Hammerstein war Chef der Reichswehr, ein Grandseigneur, ein unerschütterlicher Gegner des Nationalsozialismus, ein unbestechlicher Zeuge des Untergangs seiner Klasse, des deutschen Militäradels. Seinen Abschied nahm er, nachdem Hitler seine Weltkriegspläne 1933 in einer Geheimrede offengelegt hatte.

Aber es geht auch um die Lebensläufe seiner Frau und seiner sieben Kinder: gezeichnet von den Katastrophen des 20. Jahrhunderts, von Verrat, Widerstand, Spionage und Sippenhaft. Und nicht zuletzt geraten jene Personen ins Fadenkreuz, die zu einem gefährlichen Doppelleben gezwungen waren: vom letzten Reichskanzler der Weimarer Republik über die Agenten der KPD bis zu jener Drogistin, die in Kreuzberg Deserteure und Juden versteckte.

Hammerstein ist nach Der kurze Sommer der Anarchie und Requiem für eine romantische Frau Enzensbergers dritte literarische Biographie, in der die Selbstbehauptung des Einzelnen gegenüber kollektiven und autoritären Zumutungen im Zentrum steht. Für dieses Buch hat der Autor die Archive von Moskau bis Berlin, von München bis Toronto befragt. Doch behält für ihn das Dokument nicht das letzte Wort. In einem vielfältigen Werk verbindet sich erneut die Recherche mit der Freiheit des Autors, sich der historischen Wirklichkeit auch über Fiktionen zu nähern.

Pressestimmen

»Es ist eine erstaunliche Geschichte von Verrat und aufrechtem Gang, über die Möglichkeit zu widerstehen auf unterschiedlichste Weise. ... Ein Buch ohne Helden, aber mit heldenhaften Momenten und kleinen Widerstandsgesten. Von einem Autor, der die Wahrheit nicht kennt, aber auf entschlossener Wahrheitssuche ein unglaublich spannendes Buch geschrieben hat.«
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung
»Ein zeitgeschichtlicher Krimi«
Focus

»Sich diesem Buch zu entziehen, ist unmöglich. Mit seiner literarischen Familienbiographie der Hammersteins hat Enzensberger einen Coup gelandet.«
Frankfurter Rundschau
»Enzensberger zeigt, dass die scheinbar starren Fronten im Weltbürgerkrieg des letzten Jahrhunderts weitaus diffuser und verwirrender waren, als es rückblickend erscheint. Gegner konnten einander menschlich nahe kommen, nicht nur in einer Familie; die Extreme lagen häufig dicht nebeneinander, Seitenwechsel kamen vor. So anschaulich wie der alte Enzensberger hat das noch niemand zu schildern vermocht.«
Die Tageszeitung
»Enzensberger will den Historikern ihre Arbeit nicht abnehmen. Er hat ihnen alle Papiere hingestreut, die sie brauchen.«
Frankfurter Allgemeine Zeitung
»Kurt von Hammerstein-Equord war vom 1. November 1930 bis zum 1. Februar 1934 Chef der deutschen Heeresleitung. Der General, den uns Hans Magnus Enzensbergers neues Buch vorstellt, war mehr: einer der Flügelmänner des Weltgeistes. ... Enzensberger hat in seinem Buch einen eminenten historischen Stoff geborgen. Wieder einmal staunt man, dass die akademische Geschichtsschreibung sich ein Thema hat entwenden lassen - und ist doch froh, nun keine trockene Dissertation zu lesen, sondern das Werk eines Schriftstellers mit Sinn für die raffinierteste literarische Technik. Hier beweist sich erneut und aufs schönste Enzensbergers legendäres Finderglück.« 
Frankfurter Allgemeine Zeitung

Videobeiträge

Bildergalerien

Kommentare

Ein großartiges zeitgeschichtliches Dokument. Und eine hervorrangende Recherchearbeit von Hans Magnus Enzensberger.

Besonders reizvoll empfinde ich die Kombination aus Roman und Sachbuch. Wobei z.B. die Totengespräche äußerst realistisch sind.
Rainer Bohnet, 04.02.2008

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