Volker Braun
Handbibliothek der Unbehausten - Neue Gedichte

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CH: 28,90 sFr

Erschienen: 12.09.2016
Gebunden, 109 Seiten
ISBN: 978-3-518-42543-5
Auch als eBook erhältlich

SWR-Bestenliste

Inhalt

Wovon spricht die Dichtung zu Beginn des 21. Jahrhunderts? Noch immer, oder nun erst, von der Wildnis der Gesellschaft.

Am Kilometer Null der Empörung, auf der Puerta del Sol in Madrid, sah Volker Braun die Handbibliothek, die seinem neuen Buch den Titel gibt. In ihm stehen die Gedichte wie in improvisierten Regalen, einzelne kleine Schriften, leicht herauszugreifen und zu benutzen. Und von Wanderwesen & Fabelarbeitern ist darin die Rede, den Nackten und den Vermummten, der ungesättigten Menge (ein Riß geht hindurch bis zum Bodensatz), der unbehausten Menschheit. Der Dichter sieht sich auf der warmen Erde, worin die Sohlen wohnen, eine Zuflucht der Sinne suchend und Lust, nicht Hoffnung ziehend aus dem Rohstoff. Die vier Sammlungen entstanden in zehn Jahren neben den Prosa- und Theatertexten.

»Gedichte sind der Kern der Arbeit, das beiläufige Eigentliche.«

Pressestimmen

»Zornig, heiter, meisterlich: das Destillat eines Jahrzehnts.«

Meike Fessmann, Der Tagesspiegel

»Wirklich alles ist staunenswert gelungen, weil leicht, unangestrengt, wie es vielleicht nur die meisterliche Lässigkeit des Alters erlaubt.«

Gustav Seibt, Süddeutsche Zeitung

»Brauns Gedichte im Band Handbibliothek der Unbehausten sind düstere ›Psalmen der Aktualität‹ – wie der Untertitel seines Rimbaud-Essays lautet. Sprachmächtig greifen sie weit aus und zielen mitten hinein in problematische Zonen unserer Tage. [...] Braun zählt zu den wortmächtigsten Lyrikern der Gegenwart.«

Beatrice von Matt, Neue Zürcher Zeitung

»Brauns Gedichte wollen ... Begleiter sein für die Unbehausten, ein Ort zum Denken, an dem man unterkriechen kann in diesen schlechten Zeiten.«

Ronald Weber, junge Welt

»Wer Volker Braun – den Dialektiker unter den gegenwärtigen Dichtern – seit seinem Debüt mit Provokation für mich von 1975 zu schätzen gelernt hat, wird auch zu diesem Band greifen, der aber auch in der Handbibliothek derer seinen Platz finden sollte, die von Gedichten erwarten, dass sie eingreifen, stören und Widerspruch leisten.«

Michael Opitz, Deutschlandradio Kultur

»Die Gedichte von Volker Braun sind altersweise, aufbegehrend, störend, kritisch, listig und lustig zugleich. Kleine, zarte, tiefgehende Schriften, die einen erfassen, berühren und in eine melancholische Stimmung versetzen.«

Corinna Harfouch, FOCUS 46/2016

»Sie weiten unsern Blick, sie stellen ihn scharf, lenken ihn auf das Elend der Welt und auf tapfer grünende Bäume – die Gedichte Volker Brauns sind ein beunruhigender Genuss.«

Tomas Gärtner, Dresdner Neueste Nachrichten

»Brauns Gedichte stehen jenseits kleinkarierter Hipster- oder sonstiger Ideologie und bestechen durch die Schärfe des Blicks und die Eindeutigkeit der Botschaft.«

Frank Willmann, kulturexpresso.de

»In den Gedichten der neuen Sammlung Handbibliothek der Unbehausten scannt der Autor Volker Braun die Gegenwart. Seine Lyrik ist hochpolitisch, ruhestörend, zugleich tief persönlich.«

nordkurier.de

Nachrichten

Kommentare

Goethe, Dante, Milton, Brecht, Lao Mas, Mythen, auch die urbanen Mythen eines Roland Barthes, - so breit aufgestellt ist diese elektrisierende Sammlung. Und zugleich gibt es eine entscheidende Stoßrichtung, in die nahezu alle Gedichte gehen. Es geht hier ums Ganze und dabei ist das Subjekt zum restlos verwalteten Objekt geworden.
Volker Braun erfasst die Welt, vom Gezi-Park bis Yukatan.
Bernhard Horwatitsch, 12.12.2016

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