Susan Buck-Morss
Hegel und Haiti - Für eine neue Universalgeschichte

Aus dem Englischen von Laurent Faasch-Ibrahim
Hegel und Haiti
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D: 16,00 €
A: 16,50 €
CH: 23,50 sFr

Erschienen: 23.05.2011
edition suhrkamp 2623, Broschur, 217 Seiten
ISBN: 978-3-518-12623-3

Inhalt

1791 revoltierten die Sklaven von Saint Domingue, dem heutigen Haiti, unter Absingen der Marseillaise gegen die französischen Kolonialherren. Die »schwarzen Jakobiner« bewiesen so die Unteilbarkeit der Aufklärung. Diese im Okzident verdrängte Geschichte Haitis wird derzeit angesichts zunehmender weltweiter Ungleichheit wiederentdeckt. Anknüpfungspunkte dafür finden sich ausgerechnet bei Hegel, der die Ereignisse in der Karibik verfolgte. Seine Überlegungen zum Verhältnis von Herrschaft und Knechtschaft lesen sich wie ein Kommentar zum Geschehen – ohne daß Haiti mit einem Wort erwähnt würde. Susan Buck-Morss konfrontiert Hegels Interesse mit seiner Philosophie und skizziert die Grundlinien einer neuen Universalgeschichte.

Pressestimmen

»Das Buch von Buck-Morss ist aufregend im besten Sinn. Es lässt uns teilhaben an der fast erhabenen Erfahrung, dass ein deutscher Provinzphilosoph um 1800 … umgetrieben war von Geschehnissen, die mehr als eine Tagesreise oder einen Gedankensprung entfernt waren.«

Dieter Thomä, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Susan Buck-Morss‘ Plädoyer für eine neue Universalgeschichte in einer globalen Öffentlichkeit ist von geisterhafter Aktualität.«

Tilman Vogt, die tageszeitung

»Buck-Morss betreibt Philosophiegeschichte als Detektivarbeit. Das ist nicht zuletzt deshalb lesenswert, weil ihre Forschung von wachem Entdeckergeist durchzogen ist: hier will jemand etwas rauskriegen und es allen lauthals mitteilen. Sie radikalisiert die Hegelsche Philosophie und zeigt, dass dort, wo sie lebendig ist, die Kämpfe der Subalternen in sie eingegangen sind.«

Felix Klopotek, Konkret 9/2011

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