Friederike Mayröcker
ich sitze nur GRAUSAM da

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A: 18,50 €
CH: 25,90 sFr

Erschienen: 13.02.2012
Gebunden, 141 Seiten
ISBN: 978-3-518-42283-0
Auch als eBook erhältlich

Inhalt

Es ist Sommer in diesem Buch, auch wenn sich die Natur oftmals nicht daran hält, die Blumen erst winzige Knospen tragen oder längst schon wieder verblüht sind. Es ist Sommer in diesem Buch, weil das Sommerlicht angeknipst ist: mal gleißend hell, mal gewitterwolkig verdüstert, ein magisches Licht zugleich, das Uhr und Kompaß außer Kraft, zeitlich und räumlich Getrenntes dafür mühelos in eins setzt – etwa wenn die Rußlandreisende in die rollenden Wellen der Newa und das dampfende Bassin des städtischen Freibads zugleich blickt. Die Poetik dieser Gleichzeitigkeit alles Ungleichzeitigen formuliert die Schreiberin selbst: »es sind nicht die Szenen die ich erinnere, es sind vielmehr die diese Szenen begleitenden Sensationen, sage ich zu Ely.«

ich sitze nur GRAUSAM da, die neue Prosaschrift Friederike Mayröckers, so streng gefügt in Form und Sprache wie üppig wuchernd in Tag- und Nachtträumen, ist ein weiterer Band im radikalen Alterswerk der großen Wiener Dichterin.

Nachrichten

Kommentare

Ein wirklich wunderbares Buch — interessant, wie viele Besprechungen bewundernd auf das Alter der Autorin Bezug nehmen — Altersweisheit müsste ich in diese Texte erst hineinlesen; sie scheinen mir im Gegenteil außerordentlich jung und frisch; erinnert mich auf angenehme Weise an die Sprachexperimente von Gertrude Stein, die im angelsächsischen Raum häufig als "failed" bezeichnet werden, was ich nicht nachfühlen kann, da ich, wie auch jetzt bei Mayröcker, immer wieder gerne in diese Sprache, die zugleich beherrscht und befreit erscheint, eintauche, zur Erfrischung und Belebung. Habe das Büchlein auch in auf meinem deutschen Autorenblog erwähnt.

Beste Grüße aus Berlin.
Marcus Speh, 25.01.2013

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