»Ihre Prosa ist exquisit und filigran gebaut, kein Wort ist hier zu viel, kein Gedanke ufert aus. Es sind Textkonzentrate einer lyrischen Erzählerin. Mit überraschenden Assoziationen, Wendungen und Erschütterungen kommen auch die Absätze, Krauß balanciert in ihrem Schreiben permanent am Abgrund.«
Sarah Elsing, Frankfurter Allgemeine Zeitung
»Angela Krauß' Ton ist ernst und zugleich hoch artifiziell. In ihren Sprachschwingungen scheinen die Flügelschläge eines Schmetterlings aufgehoben zu sein, die zart sind, und die nur eine erstaunliche erzählerische Kraft besitzen. Ihre Texte nehmen die Schieflage, in der sich die globale Welt befindet, in der Form auf: Sie erzählt immer wieder von Balanceakten. Eine so dichte, eine so filigrane Prosa schreibt gegenwärtig nur Angela Krauß.«
Michael Opitz, Deutschlandradio Kultur
»Dieses Buch ist auf beinahe unheimliche und zugleich fesselnde Weise seismografisch. Sein Erscheinen, kurz bevor die Welt mit einer enormen Erschütterung und deren weiterhin unkalkulierbaren Auswirkungen konfrontiert wurde, ist ein großer literarischer Wurf, ein Glücksfall. Es geht hier um nichts Geringeres als um das Berechenbare und das Unberechenbare, das gefährdete Weltgebäude, seine mittlerweile schier unendlichen Vernetzungen und die Frage, wie wir uns in ihm und in dessen Zukunft einrichten sollen. Es geht somit auch um Versuche über den geglückten Tag. Und das alles begegnet dem Leser in einer filigranen und kunstvoll-artistischen Prosa, die in der gegenwärtigen deutschsprachigen Literatur ihresgleichen sucht.«
Marion Gees, literaturkritik.de
»Die Sätze von Angela Krauß stehen wie Skulpturen, einer nach dem anderen und irgendwie auch nebeneinander, niemals jedoch ineinander verschränkt. Skulpturen aus unzerbrechlichem Glas, durchsichtig, so leicht als könnten sie fliegen, und doch fest. Ein Weltgebäude bieten sie nicht, aber wenn der Zerfall des Alten so zärtlich und klarsichtig betreut wird, dann ist man gerne dabei. Satz für Satz und immer wieder von vorne.«
Barbara Weitzel, Berliner Zeitung
»Eine Stärke von Angela Krauß‘ Buch ist es, dass es vom Tag- und Nachtgeschäft persönlicher Befindlichkeit nicht im Tonfall ausgewalzter Schwermütigkeit berichtet, sondern mit feiner Ironie, die auch vor namhaften Bedenkenträgern nicht haltmacht.«
Otto A. Böhmer, Frankfurter Rundschau
»Krauss‘ Prosa beglückt durch ihre Poesie, den hohen Ton, bei gleichzeitiger maximaler Reduziertheit. … Fein auch ihr Humor, z.B. in den Weltgipfeln zu immer abstruseren Themen, die sie lapidar referiert.«
Kirstin Breitenfellner, Falter: Woche 13.5-19.5. 19/2011
»Angela Krauß' neue Prosa ist eine federleichte Überwindung der Materie.«
Hajo Steinert, Die Welt
»Im Schönsten Fall ist ein Prosagedicht, in dem sich Lebensenthusiasmus und Weltverstörung, Ordnungssehnsucht und orgiastische Auflösung in der Sprache so durchdringen, dass sie Schwindelgefühle verursachen.«
Jörg Magenau, Der Tagesspiegel
»Ja, Angela Krauß hat nicht nur eine Liebesgeschichte, sondern ein Buch über die ganze Welt geschrieben, über das, was irritiert, wenn jemand schon länger am Leben ist. Und sie braucht uns dafür nichts zu erklären, sie braucht nur auf ihre Art durch die Sprache zu schweben.«
Irmtraud Gutschke, Neues Deutschland