Szilárd Borbély
Kafkas Sohn - Prosa

Aus dem Ungarischen und mit einem Nachwort von Heike Flemming und Laszlo Kornitzer
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Erschienen: 27.03.2017
Gebunden, 200 Seiten
ISBN: 978-3-518-42590-9
Auch als eBook erhältlich

ORF-Bestenliste

Inhalt

Szilárd Borbély, dessen Romandebüt Die Mittellosen in Ungarn, Deutschland und vielen anderen Ländern ein literarisches Ereignis war, wollte seinen nächsten großen erzählerischen Text Franz Kafka widmen. Die Sammlung von Bruchstücken, aus dem Nachlass veröffentlicht, ursprünglich zur Publikation bestimmt, bezieht ihre Intensität aus der leidenschaftlichen Suche des Autors nach sich selbst und der eigenen Stimme.

Kafkas Sohn, das ist ein junger ungarischer Schriftsteller, der lernt, im Schreiben seine Heimat zu finden. Die Sprache nennt er einen Friedhof, der sich die Toten einverleibt; er will Geschichten schreiben, die »meine eigenen Spuren, die ich zwischen den Wörtern zurücklassen könnte, auslöschen«. Kafka als Bruder, als Projektionsfigur, als Lehrer, als Erzähler, als Mensch der Verzweiflung, der Krankheit, der unglücklichen Liebe.

Borbély nimmt Kafkas »Brief an den Vater« als Folie, sich mit der eigenen Vaterbeziehung auseinanderzusetzen. Die Prosastücke, formal hier und da an jüdische Geschichten und Legenden angelehnt, passagenweise an Kertész’ Galeerentagebuch erinnernd, sind Selbstbekenntnis und Vermächtnis in einem.

Ein Essay über die Bedeutung Kafkas in der ungarischen Gegenwartsliteratur im Allgemeinen und im Werk Szilárd Borbélys im Besonderen ergänzt den Band.

Pressestimmen

»Meisterlich montiert [Borbély] Episoden aus Kafkas Leben zusammen mit eigenen Erfahrungen der Kindheit ... Borbély imitiert nicht Kafkas Ton, sondern verwandelt ihn sich an. Und er wechselt immer die Perspektive.«

Ulrich Rüdenauer, Der Tagesspiegel
»Borbély hat eine kunstvoll kalte, in ihrer Strenge hochpoetische Sprache gefunden, um gegen das Verstummen anzuschreiben.«
Nicole Henneberg, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Das Buch hat seinen großen Wert durch die Qualität der einzelnen Texte.«

Cornelius Hell, ORF

»Ausgehend vom berühmten Brief an den Vater, ... eröffnet Borbély ein komplexes erzählerisches Panorama ... «

Mario Osterland, fixpoetry

»Neben ausgefeilter Prosa bietet Kafkas Sohn Blicke in die Werkstatt eines Dichters. Scharfe Hell-Dunkel-Kontraste herrschen dort, Verzweiflung und Glück, lebensrettender Schwung ...«

Judith von Sternburg, Frankfurter Rundschau

»Ein hochinteressantes Romanexperiment.«

Katharina Döbler, Deutschlandfunk

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