»Andreas Maier, Jahrgang 1967, der begabteste Schwadroneur unter den jüngeren Autoren [...] zeigt sich wieder als gewitzter, sprachbegabter Stimmenimitator. Er entwirft [...] das überzeugende Soziogramm des Gerüchts. [...] Literatur und Wirklichkeit fallen auf einmal ineinander, weil die Wirklichkeit nichts als erzähltes Leben ist. [...] Wir erleben überraschend jene Folgen des alltäglichen Gequatsches, die wir uns nur dann bewußt machen, wenn wir dessen Opfer sind. [...] Nach einem ersten Erfolg das zweite Buch zu schreiben, ist bekanntlich schwer, und nicht wenige scheitern daran. Andreas Maier hat die Hürde mit Schwung und Geschick gemeistert.«
Ulrich Greiner, Die Zeit
»Andreas Maier ist ein brillanter Sprecher im Konjunktiv. Er kann einen Text höllisch geschickt komponieren. Ein begnadetes Erzähltalent. Er setzt fort was mit seinem Debüt ›Wäldchestag‹ spektakulär begann. [...] Andreas Maier hat ein Gespür für politische Stimmungen und Stimmungsschwünge. Klausen, zeigt er, liegt nicht aus der Welt. Klausen steht für jeden anderen ein bisschen konservativen, ein bisschen korrupten, ein bisschen fremden- und intelligenzfeindlichen Ort. Typisch ist auch das kollektive Misstrauen, das jeden trifft, der das idyllische Nest zu beschmutzen scheint.«
Katrin Grossmann, Sächsische Zeitung
»Andreas Maier entwickelt eine beträchtliche Situationskomik, die, trotz des zynischen Blicks erstaunlich liebevoll mit den Figuren umgeht. [...] Ein raffiniertes Buch. [...] Diesen Namen sollten sie sich merken: Andreas Maier.«
Marius Meller, Frankfurter Rundschau
»Mit ›Klausen‹ [...] verfolgt Andreas Maier das mit dem Debüt begonnene Projekt konsequent weiter: die Erneuerung des Heimatromans als philosophisch-sprachskeptisches Genre, der die Region als kunstvoll aus Geschwätz und Gerede, Unsinn und Tiefsinn erbautes Labyrinth beschreibt. [...] Denn dieser Roman ist nicht nur ein hochkomisches Pamphlet wider die Seuche Zivilisationslärm und eine hintersinnige Apologie der Stille, sondern auch eine Kriminalgeschichte, in der zwar niemand überführt, aber jeder verdächtigt wird. [...] Wie hier Argumente und Behauptungen, Mißverständnisse und Unterstellungen, Halbwahrheiten und Lügen, Spekulationen und Spinnereien ein Sprachgewebe ergeben, in dem nicht zwei Beteiligte dasselbe Muster erkennen - das zu beschreiben macht Maiers Meisterschaft aus. [...] Was sollen wir glauben? Was können wir wissen? Dies sind die großen erkenntnistheoretischen Fragen, die Maiers Bücher komödiantisch, sarkastisch, aber auch verzweifelt stellt. [...] Ein glänzend konstruiertes Buch.«
Hubert Spiegel, Frankfurter Allgemeine Zeitung
»Als politischer Roman gelesen, vermittelt das Buch eine bittere Botschaft. [...] Diese Botschaft kommt aber im Gewand hochintelligenter Satire daher [...], deren Schwärze immer auf den Abgrund verweist.«
Eva Leipprand, Der Tagesspiegel
»Andreas Maier gelingt erneut ein fulminanter, witziger Konjunktiv-Overkill. [...] Er arbeitet an einer Ästhetik des Widersprüchlichen. Jeder Eindeutigkeit, jeder Ideologie, jeder Gewissheit wird sofort wieder der Boden entzogen. «
Ulrich Rüdenauer, Saarbrücker Zeitung