Pierre Michon
Körper des Königs

Aus dem Französischen von Anne Weber
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Erschienen: 07.03.2015
Bibliothek Suhrkamp 1491, Gebunden, 101 Seiten
ISBN: 978-3-518-22491-5
Auch als eBook erhältlich

Inhalt

Über die erhabene und lächerliche Berufung der Kunst

September 2001, Pierre Michons Mutter liegt im Sterben, der Sohn »betet« für sie: ein Villon-Gedicht, die Ballade der Gehenkten. Auch nach der Geburt seines Kindes hat er »gebetet«: ein Gedicht von Victor Hugo, Der Schlaf des Boas. Solche Verse, resümiert Michon in seinem autobiographisch erklärenden Essay Der Himmel ist ein sehr großer Mann, »… beruhigen die Leiche, helfen dem Kind, auf seinen Beinen zu stehen. Wahrscheinlich ist das die Funktion der Poesie.«

Auch in den weiteren Essays des Bandes geht es um nichts anderes als die ebenso erhabene wie lächerliche Berufung der Kunst. Michon schreibt über Samuel Beckett, Gustave Flaubert, Ibn Manglî, William Faulkner und eben über sich selbst – so pathetisch und sarkastisch, resolut und poetisch, wie nur er das kann.

Pressestimmen

»In all diesen Betrachtungen reflektiert Michon auch sein eigenes Schriftstellertum – auf eine affektive, (selbst)ironische und hochpoetische Weise.«

Ingeborg Waldinger, Neue Zürcher Zeitung

»Statt narrativ ausholender Spannbreite bieten Michons Bücher eher eine Art essayistisch erzählender Selbstreflexion, die präzis und lebensnah die feinsten Details der beschriebenen Szenen einfängt.«

Joseph Hanimann, Süddeutsche Zeitung

»Das ist ein Buch der schnellen, scharfen, kurzen Sätze, der harschen, überraschenden, dicht gefügten Assoziationen, ein Buch, das seltsame Gedanken entstehen lässt in einem blendenden Stil.«

Thomas Morawitzky, Stuttgarter Nachrichten

»Eine schöne, leichtfüßige, kurze essayistische Erzählung ...«

Georg Patzer, fixpoetry.de

»Die Zweiwertigkeit des titelspendenden royalen Körpers, seine ewige Repräsentanz und seine dem Verfall zugeschriebene Ausformung machen lustvoll deutlich, wie sehr Kunst – aber eben auch Theorie – ist.«

Thomas Ballhausen, Neues Museum 3/2015 (Juni)

»Michon schreibt über Samuel Beckett, Gustave Flaubert, Ibn Manglî, William Faulkner und eben über sich selbst - so pathetisch und sarkastisch, resolut und poetisch, wie nur er das kann.«

buchlemmi.de Juni 2015

»Ein Urlaubsbuch der (geist)-anregenden Art.«

nordkurier.de

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