»So enthüllt sich dem Leser nach und nach die Geschichte eines erstaunlichen Projekts und einer kuriosen Entfremdung, erzählt mit strengem Formbewusstsein und sanfter Ironie. Atmosphärisch dichte Szenen, ob im Wüstensand oder in den Häuserschluchten Manhattans, wechseln ab mit essayistischen Passagen, aber die Reflexion scheint Scharangs Prosa nicht zu beschweren, sondern zu durchlichten. Und reflektiert wird, was sich die Gegenwartsliteratur nur noch selten zumutet – die Frage nach der Möglichkeit einer besseren Welt, inklusive aller melancholischen Zweifel, die ein Privileg des Alterns sind, zugleich aber mit einem nachschwingenden Veränderungsfuror, von dem die heutige Jugend nur träumen kann.«
Kristina Maidt-Zinke, Die Zeit
»Michael Scharang, einer der großen alten Männer der österreichischen Literatur, zählt zu deren streitbarsten Vertretern.«
Neue Zürcher Zeitung
»Scharang erzählt in seinem Roman von zwei, um es mit einem altmodischen Wort zu sagen, hochherzigen Menschen.«
Frankfurter Allgemeine Zeitung
»Zur Wirklichkeit wird künftig auch dieses in der Literatur von heute merkwürdig fremd anmutende Experiment gehören, einen Roman mit hohem Bewußtsein für die Form und aus der Überzeugung zu schreiben, daß die Literatur noch dazu taugt, die wesentlichen Fragen der Epoche zu stellen und es, probeweise, mit Antworten auf sie zu versuchen. Höchst lesenswert.«
Karl-Markus Gauß, Süddeutsche Zeitung
»Die beiden (Hauptpersonen) sind Erben einer Zeit, als die Linken noch unangefochten recht hatten. Alles, was in den sechziger und siebziger Jahren an Veränderungen auf der Bühne der Weltgeschichte zur Aufführung gelangte, verkörpert sich in ihnen als tragenden Darstellern.«
Anton Thuswaldner, Frankfurter Rundschau
»Man liest die Komödie mit Wohlgefallen, teilt die Sympathie, mit der der Autor seine leicht donquichottesken Helden betrachtet.«
Ekkehard Knörer, Die Tageszeitung
»Ein Meisterstück.«
Elfriede Jelinek
»Mit Komödie des Alterns ist Michael Scharang ein ganz großer Wurf gelungen. Da ist endlich wieder ein (österreichischer) Roman, der Welt in sich aufnimmt, frei von aller provinziellen Nabelschau.«
Die Presse, Wien
»Hier nun, in diesem anrührenden und ganz theoriefernen Roman, wird keinerlei Überzeugungsarbeit geleistet, nichts bewiesen oder proklamiert. Die Komödie des Alterns ist ein Buch über drohende Verluste und Tröstungen, über Sprache und Musik, über Bescheidenheit und den Abschied von den großen Verheißungen. … Auch das wird mit einer sanften Ironie im Roman ausgebreitet, ein Idyll, das dem global entfesselten Kapitalismus tapfer trotzt, der wie ein Sandsturm über die Menschen hereinbricht.«
Volker Hage, Der Spiegel 25/2010