Franco Moretti
Kurven, Karten, Stammbäume - Abstrakte Modelle für die Literaturgeschichte

Aus dem Englischen von Florian Kessler. Mit einem Nachwort von Florian Kessler
Kurven, Karten, Stammbäume
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CH: 14,90 sFr

Erschienen: 26.01.2009
edition suhrkamp 2564, Broschur, 138 Seiten
ISBN: 978-3-518-12564-9

Inhalt

Man könne auch als Literaturwissenschaftler durchaus über Bücher reden, ohne jemals eines gelesen zu haben – mit solch provokanten Thesen bringt Franco Moretti seit Jahren die internationale Literaturtheorie durcheinander. In seinem neuen Buch demonstriert Moretti, der ob seiner innovativen Verve bereits mit Umberto Eco verglichen wird, wie eine »abstrakte Literaturwissenschaft« aussehen könnte: Anstatt sich mit einzelnen kanonischen Texten auseinanderzusetzen, kartographiert er die Landschaft englischer Dorfgeschichten oder erprobt die Anwendbarkeit evolutionstheoretischer Konzepte auf die Entwicklung des Detektivromans.

Pressestimmen

»Der italienische Literaturwissenschaftler und Essayist Franco Moretti ist für seine unkonventionelle Denkweise bekannt. In »Kurven, Karten, Stammbäume« vermisst er stilistisch gekonnt die Literaturgeschichte neu und zeigt, dass es möglich ist, Literatur mit Methoden aus anderen Disziplinen zu beschreiben und zu verblüffenden Resultaten zu gelangen. ... Moretti schreibt argumentativ gewandt, stilistisch schnell und elegant - er benötigt weniger als 150 Seiten - und kenntnisreich (wie auch nicht?), ohne beim Leser viel mehr vorauszusetzen als die Begeisterung und das Interesse für Literatur und deren Leben.«

Andreas M.Widmann, Titel-Magazin
»Die Gesetze, nach denen der literarische Markt als Exekutor der Geschichte über die kurzfristige Durchsetzung wie über die langfristige Reproduktion literarischer Formen entscheidet, lassen sich Moretti zufolge, in Analogie zur Evolution beschreiben. Der Markt, nicht die Literaturkritik oder gar die akademische Literaturwissenschaft entscheidet über den Kanon. Er ist die Instanz, die Selektionsdruck ausübt und Anpassung verlangt, Innovationen prämiert oder verwirft.«
Lothar Müller, Süddeutsche Zeitung

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