Marie NDiaye
Ladivine

Aus dem Französischen von Claudia Kalscheuer
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D: 22,95 €
A: 23,60 €
CH: 32,90 sFr

Erschienen: 19.05.2014
Gebunden, 444 Seiten
ISBN: 978-3-518-42426-1

Der neue Bestseller der Autorin von Drei starke Frauen

SWR-Bestenliste

 

Inhalt

Eine Familientragödie? Eine Verwechslungskomödie? Eine Geschichte dreier Generationen zwischen Afrika, Berlin und französischer Provinz im globalen Zeitalter? Ein Bericht über den Einbruch des Fantastischen in die Realität? All dies - und natürlich noch viel mehr - vereint der neue Roman von Marie NDiaye mit einer sprachlichen Leichtigkeit und Virtuosität, einer raffinierten Einfachheit, die das Komplexe durchsichtig macht.

Malinka besucht ihre Mutter Ladivine Sylla einmal im Monat in Bordeaux. Die Tochter möchte eine ganz andere Frau werden: Und so legt sie sich, auf dem ersten Schritt nach oben, den (von ihr für typisch gehaltenen französischen) Vornamen Clarisse zu, als sie eine Stelle als Kellnerin antritt. Dort lernt sie ihren Mann, Richard Rivière, kennen.

Damit setzen ungewöhnlich ereignisreiche Handlungsabläufe ein, die von Frankreich nach Afrika und nach Berlin reichen.

Und es wäre zu erwähnen der Hund, der immer wieder in Erscheinung tritt. Er muß als Symbol gelten für das nicht-realistische Erzählen der Marie NDiaye. Sie beschreibt Zusammenhänge zwischen den Menschen aus deren Innenperspektive, zergliedernd, jede Regung hin- und herwendend - und zugleich deutlich machend, dass alle Personen etwas nicht rational Reduzierbares bergen und verbergen, das sie durch Ereignisse in der Realität bestätigt glauben. Ihre Personen verrät Marie NDiaye nie. Dadurch entsteht das intensive Textgewebe, die Spannung zwischen realer und irrealler Welt.

Pressestimmen

»Heftiges Glück, tiefstes Elend, überschwängliche Dankbarkeit: Marie NDiayes rauschhafter Roman Ladivine

Iris Radisch, DIE ZEIT

»Dieser phantastische, todtraurige Roman handelt von einer Einsamkeit, der niemand entkommt und die doch jeden antreibt. Sehr schön übersetzt von Claudia Kalscheuer, entfaltet Ladivine einen Sog, der in Regionen führt, die man freiwillig nicht betreten würde.«

Ina Hartwig, Süddeutsche Zeitung

»Dass Marie NDiaye Gewalt und Angst als Bestandteil der Liebe begreift und dafür eine Sprache findet, macht die vibrierende Intensität von Ladivine aus.«

Maike Albath, Neue Zürcher Zeitung

»Zu den ausgesprochenen Stärken NDiayes gehören auch die psychologischen Tiefenbohrungen, die kühle, aber nie kompromittierende Sezierung ihrer Figuren.«

Ulrike Baureithel, der Freitag

»Marie NDiaye erweist sich auch mit diesem Buch als eine souveräne Erzählerin. Leichtfüßig tänzelt sie durch eine literarische Landschaft.«

Tilman Krause, DIE WELT
»Wohl eine der aufregendsten und verstörendsten unter den Schriftstellerinnen.«
Alice Schwarzer, Emma Nr. 4 (Juli/August)

»Keine menschliche Regung ist der Autorin fremd, weshalb man nicht aufhören möchte, zu lesen.«

Marie Luise Knott, Deutschlandfunk

»Auch in Ladivine lotet die erklärte Feministin die Grenzen von Figuren aus, die zwar in Schuldzusammenhänge verstrickt sind, aber ihre Würde nie verlieren - zumindest nicht die Frauen.«

Ulrike Baureithel, Der Tagesspiegel

»Marie NDiaye hat einen anspielungsreichen, brillant komponierten Roman geschrieben, der auch davon erzählt, wie sich die Traumata von Flucht und Migration in der Psyche der Nachkommen einnisten.«

Heide Soltau, NDR Kultur

Audiobeiträge

Kommentare

»›Ladivine‹ ist ein unerbittliches, spannendes und literarisch forderndes Meisterwerk,
vielleicht Marie NDiayes bisher eindrucksvollster Roman«
Roland ­Freisit­­zer, sandam­­meer.a­t­, 14.01.2015

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