Robert Jütte
Leib und Leben im Judentum

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Erschienen: 29.10.2016
Gebunden, 544 Seiten
ISBN: 978-3-633-54282-6
Auch als eBook erhältlich

Inhalt

»Hat nicht ein Jude Augen? Hat nicht ein Jude Hände, Gliedmaßen, Werkzeuge, Sinne, Neigungen, Leidenschaften?« – so beschwört Shakespeares Shylock die Gleichheit der Menschen vor der Natur. Doch ein Blick in die Geschichte führt vor Augen, dass diese Vorstellung ein Wunschdenken blieb. Der mittelalterliche Antijudaismus und der moderne Antisemitismus schufen Stereotype des jüdischen Körpers, die bis heute fortwirken.
Ein wichtiges Thema im vorliegenden Band. Gleichzeitig aber geht es um mehr – nämlich um die innerjüdische Sicht auf Leib und Leben.
Auf systematische Weise wird erkundet, wie sich Vorstellungen und Praktiken des Körpers im Judentum im Laufe einer mehr als zweitausendjährigen Geschichte wandelten – und wie dies wiederum auf die nicht-jüdische Außenwelt gewirkt und damit das Bild vom jüdischen Körper in allen Facetten geprägt hat: den biologischen Körper und seine Teile, Nase, Haut und Haare, die Nacktheit und die Scham, Empfängnisverhütung, Sexualität, Hygiene und Diätetik, den jüdischen Sport wie den Umgang mit Krankheit, Sterben und Tod, die Bestattungsregeln und die Hoffnung auf leibliche Wiederauferstehung. Es ist die erste umfassende anschauliche Darstellung von Leib und Leben im Judentum von den biblischen Quellen bis heute.

Aus dem Buch

»Es ist besser, arm zu sein und dabei frisch und gesund als reich und nicht gesund. Gesund und frisch sein ist besser als alles Gold und ein gesunder Körper ist besser als ein großes Gut. Kein Reichtum ist zu vergleichen mit einem gesunden Körper, und kein Gut gleicht der Freude des Herzens.«

Pressestimmen

»Ein wunderbares Buch, das in den Büchersammlungen medizinhistorisch interessierter Kolleginnen und Kollegen nicht fehlen darf.«

Wolfgang U. Eckart, Deutsches Ärzteblatt Heft 14/2017

»Humorvoll und kenntnisreich belegte er mit Beispielen aus Literatur und Medizin, Religionsphilosophie und Zeitgeschichte die Wechselwirkungen von überlieferter Körperwahrnehmung, menschlicher Physis und Vorurteilen.«

Ellen Presser, Jüdische Allgemeine

»Beeindruckend ist die Fülle des Wissens und die nie bevormundende Bravour, der sich der Leser erfreut ausgesetzt sieht.«

mb, Kalonymos Heft 1, 2017

»Selten hat ein Buch so viel Wissensvermittlung mit Freude am Erkenntnisgewinn verbunden.«

Ellen Presser, Illustrierte Neue Welt 1/2017

»Das Buch eignet sich ebenso als fesselnde Lektüre wie zur gelegentlichen Konsultation.«

Christoph Markschies, Theologische Literaturzeitung Januar 2017

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