Wojciech Kuczok
Lethargie - Roman

Aus dem Polnischen von Renate Schmidgall
Lethargie
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D: 19,90 €
A: 20,50 €
CH: 28,50 sFr

Erschienen: 20.09.2010
Gebunden, 252 Seiten
ISBN: 978-3-518-42183-3

Inhalt

Der Roman Dreckskerl verschaffte Wojciech Kuczok den Ruf, der stilsicherste, musikalischste und leidenschaftlichste Schriftsteller der polnischen Gegenwartsliteratur zu sein. Sein neues Buch handelt von drei Menschen und ihrem Beschluß, das eigene Leben zu verändern.
Adam, ein junger Arzt, flieht vor seinem dominanten Vater vom Dorf in die Stadt. In der Liebe zu einem jungen Mann, einem homophoben Kleinkriminellen, findet er sein Glück. Robert ist ein alternder Schriftsteller, den seine Schreibblockade, seine hysterische Ehefrau und seine Schwiegereltern in die Verzweiflung treiben. Eines Tages erfährt er von etwas, das sein Leben verändert. Róza, eine erfolgreiche Schauspielerin und Werbeikone, lebt in unglücklicher Ehe. Doch sie beschließt, aktiv zu werden und ihrer Lethargie ein Ende zu setzen.
Mit psychologischer Präzision und sprühendem Witz gelingt Kuczok die schonungslose Analyse zwischenmenschlicher Beziehungen – und nebenbei eine bitterböse Satire der zwischen Popkultur und erzkonservativen Positionen zerrissenen polnischen Gesellschaft.

Pressestimmen

»Die Verbindung von Komik und Tragik auf engstem Raum und vor allem die sprachlichen Kapriolen, die Wojciech Kuczok über diesem Abgrund schlägt; die Verschränkung von individueller Schreibkrise und kollektivem Stillstand eines Landes, aber auch die subtilen Momentaufnahmen menschlicher Beziehungen – das macht ›Lethargie‹ zu einem unverwechselbaren Roman.«

Cornelius Hell, ORF

»In seinem Roman Lethargie hat Kuczok diese Stimmung in einer emblematischen Dreiecksgeschichte verdichtet - ein Abgesang auf das neue Polen.«

Mathias Schnitzler, Berliner Zeitung

»Die Spannung zwischen kitschiger Story und Kuczoks lebendiger Sprache erzeugt einen subtilen Effekt, der an die schrägen Tricks der Liebessüchtigen in Woody Allens letzten Filmen erinnert.«

Nicole Henneberg, Basler Zeitung

»Zwischen greller Satire und eleganter Melancholie ist Wojciech Kuczok erneut ein souveräner Wurf gelungen. Man wird Lethargie wegen seines Feuerwerks an Sprach- und Gedankenwitz geniessen. ... Der Autor besitzt den mikroskopischen Blick für die prekäre Intimität zwischenmenschlicher Beziehungen und weiss die drastische Ausleuchtung seiner Figuren doch stets mit sanfter Ironie abzugleichen.«

Andreas Breitenstein, Neue Zürcher Zeitung

»Hier setzt ein großer Erzähler seine Pointen. Er nimmt seine Protagonisten ernst, zeigt sie in ihren Stärken und Schwächen. … Das liest sich spannend, witzig und ästhetisch ausgesprochen befriedigend. Respekt auch vor der Übersetzungsleistung von Renate Schmidgall.«

Thomas Askan Vierich, Märkische Allgemeine Zeitung

»Wojciech Kuczok zeigt in seinem Roman das Bild einer zerrissenen polnischen Gesellschaft.«

Gundula Sell, Sächsische Zeitung

»Kuczoks Roman ist ein überaus unterhaltsames, nicht selten witziges Buch darüber, worunter recht unterschiedliche Menschen im heutigen Polen und nicht nur dort leiden …«

Martin Sander, Deutschlandradio Kultur

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