Christa Wolf
Man steht sehr bequem zwischen allen Fronten - Briefe 1952-2011

Herausgegeben von Sabine Wolf Mit Abbildungen
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Erschienen: 14.11.2016
Gebunden, 1040 Seiten
ISBN: 978-3-518-42573-2
Auch als eBook erhältlich

SWR-Bestenliste

Darmstädter Buch des Monats

Der große Briefband aus dem Nachlass

»Post, Post, Post«. Dieser Stoßseufzer, notiert im Kalender unter dem Datum vom Sonntag, dem 4. März 1990, kommt nicht von ungefähr: Christa Wolf war eine ungeheuer produktive Korrespondentin. Ihre Briefe an Verwandte und Freunde, Kollegen, Lektoren, Politiker, Journalisten geben faszinierende Einblicke in ihre Gedankenwelt, ihre Schreibwerkstatt, ihr gesellschaftliches Engagement. Ob sie an Günter Grass oder Max Frisch schreibt, von Joachim Gauck Einsicht in ihre Stasi-Akte fordert oder sich mit Freundinnen wie Sarah Kirsch und Maxie Wander austauscht, wir sind Zeuge von Freundschaften und Zerwürfnissen, Auseinandersetzungen und Bestätigung, von der Selbstfindung einer der wichtigsten Autorinnen des 20. Jahrhunderts.

Nicht zuletzt beeindruckt ihr Umgang mit der Flut von Leserbriefen, die sie mit zunehmendem schriftstellerischen Erfolg erreicht und auf die sie geduldig und kundig – und manchmal auch mit der gebotenen Direktheit – eingeht.

500 Briefe aus sechs Jahrzehnten

 

Aus dem Buch

»Sehr geehrter Herr Schubert,

ich habe noch nie gehört, daß jemand die Entscheidung, ob er Schriftsteller werden solle oder nicht, vermittels einer Art Rundbrief von anderen erbat. Meine Antwort ist kurz und bündig: Wenn Sie es aushalten, zu leben ohne zu schreiben, dann werden Sie lieber Lehrer.

Besten Gruß,
Christa Wolf«

Pressestimmen

»Die Herausgeberin Sabine Wolf zeigt in diesem klug komponierten Band die ganze Vielfalt der Adressaten und Schreibweisen... eine beeindruckende Auswahl.«

Jörg Magenau, Süddeutsche Zeitung

»Es ist eine lange, aber selten langweilige Lektüre … Dieser Briefband ist die politisch-literarische Autobiografie, die Christa Wolf nie geschrieben hat.«

Christian Eger, Frankfurter Rundschau

»Der zeitgeschichtliche und literaturhistorische Wert dieser Briefauswahl kann kaum überschätzt werden ... Noch nie wurde die enorme geistige und literarische Entwicklung dieser Autorin so fassbar, so nacherlebbar, wie in diesem Band.«

Oliver Pfohlmann, Deutschlandfunk

»Sabine Wolf hat eine kluge und repräsentative Auswahl getroffen ... ein imponierendes, in vielen Nuancen schillerndes Briefwerk.«

Deutschlandradio Kultur

»Ein authentischer Einblick in das äußere und private Leben einer der spannendsten Figuren in der Nachkriegsliteratur. In diesen ziegeldicken Band lässt es sich gut vertiefen.«

Roland Gutsch, Nordkurier

»Mit ihren Briefen hat sich Christa Wolf eingemischt. Sie ließ sich nicht den Mund verbieten, was dieser sorgfältig edierte Band überzeugend zeigt.«

Michael Opitz, WDR

»Eine Zeitreise in die Schriftstellerwerkstatt. Ein Buch, das andere Türen zu Christa Wolf öffnet, neue Nähe schafft. Spiegelbild einer wichtigen Epoche. Ein sehr wichtiges, unentbehrliches Buch, obendrein hervorragend ediert von der Herausgeberin Sabine Wolf.«

Märkische Lebensart Winter 2016

»Die Briefe sind ein erstaunliches Dokument eines deutschen Lebens. Besonders verdienstvoll ist die Recherche-Kleinarbeit der Herausgeberin bei den präzisen Anmerkungen zu den einzelnen Briefen über Personen, Hintergründe und Zusammenhänge.«

Wilfried Mommert, Fuldaer Zeitung

»Mit diesen Briefen wird ein Stück deutscher Literaturgeschichte der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts transparent.«

Lesart 4/2016

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