Thomas Bernhard
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Erschienen: 16.08.2010
suhrkamp taschenbuch 4186, Broschur, 142 Seiten
ISBN: 978-3-518-46186-0

»Köstlich, traurig und überwältigend.«
Ina Hartwig, Frankfurter Rundschau

 

Inhalt

Thomas Bernhards zornig-ironischer Blick auf den Literaturbetrieb. Zu seinem 20. Todestag erstmalig publiziert, liegt der Bestseller jetzt auch als Taschenbuch vor.
Auf die gesamte Menschheit schimpfend und über sich selbst den Kopf schüttelnd, entwirft Thomas Bernhard ein Selbstporträt des Autors als Preis- und Preisgeldempfänger. In zorniger Rückschau zieht er darin eine Bilanz der ihm verliehenen Literaturpreise. Detailliert schildert der begnadete Komiker die Tragödien, zu denen sich die Überreichung jeweils entwickelte – egal, ob Bremer Literaturpreis, Staatspreis für Roman, Grillparzer- oder Georg-Büchner-Preis. Thomas Bernhard hadert mit der Welt im allgemeinen, dem Kulturbetrieb im besonderen und ganz speziell mit sich selbst mittendrin.

Pressestimmen

»Thomas Bernhard hat den Literaturpreiszirkus Zeit seines Lebens verabscheut. Er hat ihn gefürchtet und gehasst, und er hat über ihn gelacht, so gut es ging. Die Rituale der Preisverleihung, die oft unsäglichen Grußworte und ahnungslosen Reden der Funktionäre, die mittelmäßigen Streichquartette und die in der ersten Reihe schnarchenden Politiker und Honoratioren, die dünkelhaften Juroren und die selbstherrlichen Akademiepräsidenten, das ganze halbgebildete Schranzentum, das sich so oft wie möglich versammelt zum Zweck des Selbstgenusses mit den Mitteln der Dichterdemütigung - all das hat Thomas Bernhard gehasst, und er hat es in einem Hass ausgekostet bis zur bitteren Neige.«
Hubert Spiegel, Frankfurter Allgemeine Zeitung
»Katastrophen, Kalamitäten, Geschrei, Skandal und ganz viel Witz.«
Literarische Welt
»Meine Preise, ein veritabler »Roman in neun Geschichten«, könnte genauso gut »Ruhm« heißen. Es ist ein höchst witziges, böses, radikal ehrliches und auch rührendes Buch über die Mühen eines Schriftstellers beim Erwerb von symbolischen wie ökonomischem Kapital.«
Daniela Strigl, Literaturen

»Diese bisher unveröffentlichte komödiantische Prosa zeigt Bernhard auf dem allerhöchsten Stand seiner Kunst: Schimpfend, staunend, verfluchend-verlachend hadert Thomas Bernhard mit der Welt im allgemeinen, dem Kulturbetrieb im besonderen und ganz speziell mit sich selbst mittendrin.«

VON Magazin, Österreich Nr. 2/2009

»Seine Dichtung als Überlebenskampf geht jedem einfühlsamen Leser tief ins Herz; denn man verfolgt ein Zeitenschicksal in besonderer Intensität, dessen Grundlinien auch in der eigenen Seele gefunden werden können.«

Wolfgang Kilthau, Die Drei 11/2009

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