Serhij Zhadan
Mesopotamien - Roman

Aus dem Ukrainischen von Claudia Dathe, Juri Durkot und Sabine Stöhr
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D: 22,95 €
A: 23,60 €
CH: 32,90 sFr

Erschienen: 08.08.2015
Gebunden, 362 Seiten
ISBN: 978-3-518-42504-6
Auch als eBook erhältlich

ORF-Bestenliste

 

Das Meisterwerk von Serhij Zhadan, eine leidenschaftliche Liebeserklärung an seine multikulturelle Heimatstadt

»Auf der Straße werde wieder geschossen, sagte sie noch, der Krieg gehe weiter, und niemand habe die Absicht, sich zu ergeben.« Romeo, zwanzig Jahre alt, ist zum Studium nach Charkiw gekommen. Staunend lauscht er den rhapsodischen Liebeserklärungen an die Stadt, mit denen seine Vermieterin ihn von täppischen Annäherungsversuchen abzubringen versucht. Ungläubig nimmt er ihre Sätze über den Krieg zur Kenntnis – wie auch wir, die Leser.

Schon in Die Erfindung des Jazz im Donbass hatte Zhadan seine beklemmende Hellsichtigkeit unter Beweis gestellt. Wer wollte, konnte Anzeichen für einen gewaltsamen Zerfall der Region herauslesen. In Mesopotamien porträtiert er ein modernes Babylon, seine Heimatstadt Charkiw, indem er von Menschen erzählt, die im »Zweistromland« leben: zwischen dem ukrainischen Dnjepr im Westen und dem russischen Don im Osten.

Rebellen der Existenz, kämpfen Zhadans Helden, Marat, Romeo, Sonja, Ivan, Bob und wie sie alle heißen, gegen die drohende Verfinsterung ihres Lebens. Vor dem Hintergrund des Krieges, der bereits begonnen hat, ringen sie um den Sinn ihres Lebens, um ihre Liebe, um ein mutiges, freies Verhältnis zueinander, dem auch der Tod nichts anhaben soll.

Pressestimmen

»Die Episoden des neuen Romans sind passagenweise lyrisch so verdichtet, dass sie sich wie Prosagedichte lesen, mit schnellem Rhythmus und starken Bildern ... «

Nicole Henneberg, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Der Autor zoomt uns ganz nahe an die Dinge heran, um handkehrum ein betörendes, mitunter verstörendes Panoramabild zu liefern.«

Ilma Rakusa, Neue Zürcher Zeitung

»Zhadan … schreibt in einer poetischen Sprache voller Kraft und Klang, die davon profitiert, dass er nicht nur Erzähler und Dichter, sondern auch Musiker ist.«

Katharina Döbler, DIE ZEIT

»So kraftvoll, voller Rhythmus und geballter Energie, ohne Umschweife schillernd und von doch ungemein zarter Poesie ist diese Stimme.«

Volker Breidecker, Süddeutsche Zeitung

» … Vor allem hat er ein so wehmütiges, gut gelauntes und kämpferisches Buch geschrieben, wie es lange keins mehr gab. Ein lebendiges Denkmal für die ideale Stadt Charkiw, die bedrohte Stadt das bedrohte Land. Dabei ist er nicht einen Moment kitschig oder folkloristisch, dafür sind seine Figuren viel zu besoffen, naiv, se1bstverliebt und mitunter auch brutal.«

Volker Weidermann, DER SPIEGEL 32/2015

»Serhij Zhadans Mesopotamien ist ein Roman aus dem Geist der Musik: rhythmisch, pulsierend und voller Kraft.«

Tomas Fitzel, Stuttgarter Zeitung

»Temporeich, witzig, sarkastisch.«

Jörg Plath, Deutschlandradio Kultur

»Mit wunderbar leichtem und dem Leben so sympathisch zugewandten Wurf hat Serhij Zhadan dem Romanatlas eine neue Hauptstadt hinzugefügt: Charkiw in Mesopotamien. Wohnort von lauter Typen, die man nach dieser Lektüre
augenzwinkernd ins Herz geschlossen hat.«

Christine Hamel, WDR

»Mit Mesopotamien hat Zhadan seinen bisher poetischsten Roman geschrieben. So poetisch, dass der Leser kaum merkt, dass der Roman im Schlussteil zum Gedicht wird – zum lyrischen Kommentar des Textes selbst. ... Ein wunderbares Lesevergnügen!«

Mirko Schwanitz, NDR Kultur

»... auch bei Zhadans Prosa ist nicht zu verkennen, dass hier ein sprachmächtiger Poet am Werk ist.«

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