Hans Bernhard Schmid
Moralische Integrität - Kritik eines Konstrukts

Moralische Integrität
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D: 13,00 €
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CH: 19,50 sFr

Erschienen: 20.06.2011
suhrkamp taschenbuch wissenschaft 1993, Broschur, 307 Seiten
ISBN: 978-3-518-29593-9

Inhalt

Die meisten Menschen sind ohne weiteres dazu bereit, andere Menschen zu töten, wenn es ihnen befohlen wird. Das ist die Lehre aus Stanley Milgrams berühmten Experimenten, die ein halbes Jahrhundert nach ihrer Durchführung zum Gegenstand einer wichtigen philosophischen Debatte geworden sind. Im Zentrum steht dabei der Begriff der moralischen Integrität, demzufolge das Verhalten einer Person wesentlich von Faktoren wie Charakter, moralischen Grundsätzen und persönlichen Werten festgelegt wird. Aber wie realistisch ist diese Vorstellung, wenn sich Menschen im entscheidenden Moment offenbar weitgehend von der Situation bestimmen lassen? Hans Bernhard Schmid verteidigt am Beispiel Milgramscher Versuchspersonen die These, daß es jenseits der traditionellen Alternative von Innen- und Außensteuerung die komplexen intersubjektiven Beziehungen sind, die in den jeweiligen Situationen menschliches Handeln bestimmen.

Pressestimmen

»Inwiefern können wir für Handlungen, deren Urheber nicht allein wir sind, verantwortlich sein? Die Dringlichkeit dieser Fragen in bestechend schafsinniger Weise anhand der Experimentalsituation aufzuweisen, ist eine der Qualitäten des Buches von Hans Bernhard Schmid.«

Mario Schärli, Neue Zürcher Zeitung

»Schmid nähert sich fast schon detektivisch dem Geschehen – und gibt den Ereignissen auch eine veritable Heldin: Elinor Rosenblum, die ihm in ihrer Durchschnittlichkeit als ›Paradigma‹ unter Milgrams Testpersonen gilt. Was wiederum dem Buch eine fast schon literarische Qualität verleiht. Überhaupt sind die luzide Sprache, die strenge Dramaturgie und der anschauliche Stil Vorzüge dieses Buches.«

Klaus Jarchow, Frankfurter Allgemeine Zeitung

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