Juri Andruchowytsch
Moscoviada - Roman

Aus dem Ukrainischen von Sabine Stöhr Mit einem Nachwort des Autors
Moscoviada
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A: 9,30 €
CH: 13,50 sFr

Erschienen: 23.01.2012
suhrkamp taschenbuch 4312, Broschur, 222 Seiten
ISBN: 978-3-518-46312-3

Inhalt

Moskau, Anfang der 90er Jahre. Im Wohnheim des Gorki-Instituts hocken die poetischen Hoffnungen aus der sowjetischen Provinz aufeinander. Das Imperium zerfällt, die Stimmung ist gereizt, der Wodka knapp. Otto von F., Student aus der Westukraine, will im Kaufhaus „Kinderwelt” Geschenke besorgen, findet nicht mehr heraus und gerät in die Gewalt von Geheimdienstbeamten, die in den Katakomben unter dem Kreml ein Rattenheer züchten.

Moscoviada, Juri Andruchowytschs erfolgreichster, in viele Sprachen übersetzter Roman, ist von ungebrochener Aktualität. Das neoautoritäre Rußland, der eifernde Nationalismus, die Verklärung der kommunistischen Epoche, der chauvinistische Kitsch, der ideologische Druck - all diese Gespenster werden in einem karnevalesken Spektakel unter panischem Gelächter zum Teufel gejagt.

Pressestimmen

»Moscoviada bietet eine ebenso vergnügliche wie lehrreiche Lektüre. ... Andruchowytsch hat sich in den letzten fünfzehn Jahren als führender intellektueller Botschafter der Ukraine profiliert und dem Westen klar gemacht, daß die europäische Kultur nicht am Wiener Südbahnhof endet.«

Neue Zürcher Zeitung

»Moscoviada ist ein glänzend geschriebenes, von Sabine Stöhr glänzend übersetztes Buch«

Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Andruchowytschs Roman ist ein Epos auf den Zerfall der Sowjetunion, beobachtet in ihrem Herzen, doch mit dem unbarmherzigen Blick eines Zugereisten, des Angehörigen eines vom Imperium schwer in Mitleidenschaft gezogenen »kleinen Volkes«, der Ukrainer. ... Moscoviada handelt von einer »bitteren Zeit, in der alles ringsumher zerfällt und nichts mehr zueinander passt. Eine gute Zeit für die Literatur.«

Literarische Welt

»Moskowiade, das könnte geradezu eine Gattungsbezeichnung sein: ein auf den Handlungsort Moskau genau abgestimmtes Prosastück, das die Absurditäten, den Extrem- und Surrealismus im Zentrum der zugrunde gehenden Sowjetunion ausmisst – eine apokalyptische Vision, eine zwischen dem Altrussischen und der Moderne gespannte Groteske, ein Untergangsszenario mit allen möglichen tragischen und komischen Begleitumständen. ...Und weil alles möglich ist, ist die Grundfarbe am Ende nicht, wie ständig suggeriert wird, schwarz – nein, sie ist kunterbunt und nicht zu fassen.«  

Die Zeit, Literaturbeilage zur Frankfurter Buchmesse

Videobeiträge

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