Gerlind Reinshagen
nachts - Roman

nachts
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D: 16,90 €
A: 17,40 €
CH: 24,50 sFr

Erschienen: 12.10.2011
Gebunden, 130 Seiten
ISBN: 978-3-518-42247-2

Inhalt

Wirklich – was soll man von Leuten halten, die von heute auf morgen ihr Leben auf den Kopf stellen? Die, anstatt zu schlafen, ganze Nächte vertelefonieren? Die, gegen alle Gewohnheit, ihre geheimsten Gedanken preisgeben, aber dennoch sich niemals sehen wollen?

Jemand hat sich verwählt. Statt aufzulegen beginnt er zu sprechen. Eine Verbindung entsteht, rein zufällig. Zwei Personen – ein älterer Arzt, eine junge Frau, Schneiderin, die beide ihre Arbeit lieben, doch im Verlauf ihrer Unterhaltungen anfangen, daran zu zweifeln. Die über das virtuelle Leben ihrer nächtlichen Gespräche lachen, doch gleichzeitig fürchten, verrückt zu sein. Oder dafür gehalten zu werden.
Was verbindet die beiden überhaupt? Ist es Freundschaft? Geistesverwandtschaft? Liebe – aber in welcher ihrer tausend Spielarten? Wie kommt es, daß sie dauernd streiten und dennoch nicht mehr auseinanderfinden? Es kann nicht einfach der Gewohnheit zuzuschreiben sein oder dem Hunger nach Abwechslung, nicht einmal ihrer geradezu lächerlichen Einsamkeit. Ist es die Angst der Jüngeren vor dem Leben? Die Angst des Älteren vor dem Tod? Der Kampf zwischen Alt und Jung bis aufs Blut? Die Fragen türmen sich mit der Zeit, aber solange gefragt, solange weitergesprochen wird, ist es, als könnte alles, was doch unaufhaltsam geschieht, eingeholt und zurückgehalten werden – wirklich?

Pressestimmen

»Unangestrengt und überzeugend verknüpft Gerlind Reinshagen die Textblöcke zu einer plastischen Szenenfolge. … Gerlind Sachs [ist] mit nachts ein wundersam erstaunlicher, so sublimer wie freimütiger Roman über die Vergänglichkeit des Menschen und die Wahrheit des Verschwindens gelungen.«

Irene Bazinger, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»In ihrer Auseinandersetzung mit dem Altwerden schlägt Gerlind Reinshagen viele unterschiedliche Töne an: Böse und bitter fallen manche Sätze, mit einem scharfen Blick auf das gesellschaftliche Klima.«

Elke Biesel, Kölner Stadt-Anzeiger

»Eine Sprache, die direkt, verständlich und doch von einer dezenten, unaufdringlichen Exklusivität. In nachts hat Gerlind Reinshagen die rationale und träumerische Seite der Arbeit des schreibenden Geistes zu einem feinsinnigen literarischen Kammerspiel verwoben.«

Cornelia Staudacher, Deutschlandfunk

»Roman steht drauf, doch es ist eine Rhapsodie, ein Gesang, ein Monolog, der langsam zum Dialog wird.«

Katharina Döbler, Deutschlandradio Kultur

»Gerlind Reinshagen nimmt den Leser mit, indem sie ihn eins mit den Protagonisten werden lässt, dadurch, dass sie deren Gefühle und Gedanken bis ins Detail beschreibt und zur Sprache bringt. Ein bewegender Roman, der sich nicht mal eben nebenbei lesen lässt, einer, der zudem sehr nachdenklich stimmt.«

Kathrin Plett , belletristik-couch.de März 2012

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