Josef H. Reichholf
Naturschutz - Krise und Zukunft

Naturschutz
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Erschienen: 21.06.2010
eu 31, Broschur, 169 Seiten
ISBN: 978-3-518-26031-9

Inhalt

Steckt womöglich ein grundsätzlicher Fehler im Konzept des Naturschutzes? Natur ist ihrer Natur nach veränderlich. Das aktive Konservieren eines bestimmten Zustands stellt daher auch einen Eingriff in den Naturhaushalt dar. Viele Eingriffe haben „mehr Natur“ geschaffen, als vorher vorhanden war. Städte sind artenreicher als manche Flächen in der „freien Natur“. Viele Arten breiten sich aus, andere schwinden und verschwinden. Trotz Naturschutz! Fremde Arten siedeln sich an. Der Naturschutz will sie nicht haben, schützt aber viele Arten, die Fremdlinge von früher sind. Das momentane Vorkommen seltener Arten wird als Waffe gegen Baumaßnahmen benutzt. Siedeln sich solche aber auf bebautem Gelände an, gibt es dafür keine Kompensation. Der Naturschutz zieht über „Ausgleichsmaßnahmen“ zusätzliche Steuern ein und wirkt mit seinen Vorbehalten oder Einschränkungen als massives Hindernis für die Forschung. Kurz: Josef H. Reichholf analysiert die gegenwärtige Situation und entwirft einen „zukunftsfähigen Naturschutz“.


»Die Natur braucht Schutz. Aber geschützt werden soll sie möglichst woanders, nicht hier! Warum hat die gute Sache Naturschutz ein so schlechtes Image? Einschränkungen werden doch in vielen Bereichen akzeptiert. Im Naturschutz hält man sie hingegen für überzogen, unnötig oder wirtschaftlich nicht hinnehmbar. Wem also nützt der Naturschutz? Der Natur selbst offenbar gar nicht immer so sehr, denn sie verharrt nicht im Zustand, in dem sie in Schutz genommen wurde.«

Pressestimmen

»… ein an Beispielen reiches Lehrbuch der wissenschaftlichen Ökologie, temperamentvoll, polemisch, für viele vermutlich anstößig und mit pädagogischem Nachdruck geschrieben, kurzum eine sicher überraschende Lektüre für Gefühlsökologen und andere wissbegierige Laien.«

Christian Schütze, Süddeutsche Zeitung

»Zu seinem 65. Geburtstag hat sich Josef Reichholf eine Gesamtbilanz geschenkt, und sie ist ausgefallen, wie man es von ihm erwartet: zugespitzt, provokant, voller Geschichten und dabei sehr kenntnisreich. Der Hauptteil des Buches liest sich wie ein einziger Wutsausbruch - über einen Natur- und Artenschutz, der keiner sei, weil Jäger und Angler und Bauern immer einen Freibrief bekämen. Ebenso regt er sich auf über die Naturschützer, die mit fragwürdigen Untergangsszenarien ihre Glaubwürdigkeit aufs Spiel setzen.«

Stuttgarter Zeitung

»Reichholf geht es um die Ausrichtung des Naturschutzes an den Bedürfnissen des naturliebenden Menschen, der deshalb nicht zu einer Ausgrenzung des Menschen aus der Natur führen darf.«

Erik Lehnert, Sezession, Institut für Sozialpädagogik Oktober 2010

»Reichholf fordert eine Erfolgskontrolle für den Naturschutz, und er macht konkrete Vorschläge. Einge davon werden bei Naturschützern vermutlich Entsetzensschreie auslösen ... auch wenn man nicht alle Ansichten teilt: Es ist ein anregendes Buch, und es lohnt, sich mit den Argumenten auseinander zu setzen.«

Claudia Ruby, WDR 5

»Naturschutz, von staatlichen und privaten Organisationen in mannigfaltiger Weise betrieben, ist zu einem Machtfaktor in unserer Gesellschaft geworden. ... Der Verfasser fordert eine weitgehende Umkehr in vielen Forderungen und Praktiken des Naturschutzes.«

Ernst Röhring, forstarchiv September 2010

»Er spricht aus, was anderen insgeheim vielleicht ebenfalls als Ungereimtheit im Naturschutz aufstößt, das sie aber der guten Sache wegen zu schlucken bereit sind. Seine Kritik so schmerzhaft sie manchen Naturschützer trifft, ist aber durch und durch konstruktiv.«

Reinhard Wandtner, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Ist Naturschutz, wie wir ihn kennen, noch zeitgemäß? Das ist die Frage, der Josef Reichholf nachgeht. Er tut das wie gewohnt faktenreich und provokant, indem er die Widersprüche zeigt, in die wir uns mit unserem Naturverständnis immer wieder verstricken. … Das Buch regt in jedem Fall zum Nachdenken an, wie wir mit Natur umgehen.«

Peter Laufmann, natur + kosmos April 2011

»Wer über den Tellerrand denken möchte, dem sei dieses Büchlein, das kritisch widerspiegelt und hinterfragt, als Lektüre empfohlen.«

Wild und Hund. Das Jagdmagazin, Nassau Nr. 15

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