Nuruddin Farah
Netze - Roman

Aus dem Englischen von Reinhild und Gunter Böhnke
Netze
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D: 28,80 €
A: 29,70 €
CH: 39,50 sFr

Erschienen: 16.11.2009
Gebunden, 483 Seiten
ISBN: 978-3-518-42103-1

Inhalt

Cambara, eine willensstarke Frau, beschließt, aus ihrer Wahlheimat Toronto in ihr Geburtsland Somalia zurückzukehren. Ihr geliebter Sohn ist durch die Unachtsamkeit ihres Mannes ums Leben gekommen, doch die Reise ist nicht nur eine Flucht: Cambara will das alte Anwesen ihrer Familie den Händen eines Warlords entreißen. Das Mogadischu, in das sie kommt, ist schwer gezeichnet vom Bürgerkrieg: Jugendliche mit automatischen Waffen patrouillieren die Straßen, Clan-Rivalitäten, Langeweile und das allgegenwärtige Kaat haben die einstmals lebendige Stadt im Griff, islamistische Gruppen nutzen die Lähmung, um Einfluß zu gewinnen. Doch nach und nach gelingt es Cambara, Verbündete zu gewinnen – Heldinnen der Vernunft in einer Welt der Zerstörung.

Netze ist ein bestürzendes und zugleich hoffnungsvolles Buch mit einer unvergeßlichen Hauptfigur, deren persönliche Reise in die Vergangenheit ein Zeichen für eine bessere Zukunft setzt. Ein Roman über die Realitäten hinter dem Schlagwort vom »Zerfallenen Staat«.

Pressestimmen

»... Allein das Cover dieses Buches ist preiswürdig. ... Mit seiner leicht lesbaren Sprache, die aus präzisen Beschreibungen und wohlüberlegten Worten besteht, kitzelt der somalische Schriftsteller jenes fremde Land geradezu wach für seine Leser.»

Christian Döring, academicworld.net

»Ihre Kraft beziehen die Bücher Farahs aus ihrem Stoff, wer sonst schreibt aus und über diesen Ort, wer kennt die Menschen, ihren Alltag, ihre Nöte? Wie seine Vorgänger, so ist auch dieser Roman einer der Visionen, denn afrikanische Autoren, so der Autor, schrieben nicht für die Gegenwart, sondern für die Zukunft.«

Sabine Berking, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Nuruddin Farah zeichnet einprägsame Bilder von dem vom Bürgerkrieg zerrissenen somalischen Alltag, von den Verheerungen des Krieges und der Verrohung der Gesellschaft, von Anarchie und Korruption. ... Einmal mehr in Nuruddin Farahs Romanen sind die Frauen die Hoffnungsträger der Gesellschaft.«

Ursula Hummel, ORF

»Nuruddin Farah geht hart ins Gericht mit Männerwelt und Traditionen seiner einstigen Heimat Somalia. ... Ein knallhartes Buch. ... Die flirrende Atmosphäre des Buches ist meisterlich.«

Franz Birkenhauer, sf-magazin.de

»Eine wohlhabende, selbstbewusste Frau kehrt aus Kanada in das zerstörte Land ihrer Kindheit zurück, nach Somalia, das die Beute von drogensüchtigen Warlords und bigotten Islamisten geworden ist. Nuruddin Farah führt uns mit seiner Heldin durch die Hölle auf Erden, aber er erzählt doch von Rettung: Die Frauen, die vom Morden und vom Beten genug haben, sind es, die das Land, ihre frömmlerischen Söhne und gewalttätigen Männer retten werden.«

Karl-Markus Gauß

»Nuruddin Farah bietet einen sehr guten Einblick in das Leben in diesem zerstörten, von der Anarchie der Warlords geprägten Land, in dem alles nur noch durch Eigeninitiative (eigene Netze) zu erreichen ist.«

LoNam, das afrikanische Magazin Nr. 5 Okt./Nov. 2011

Kommentare

Mir wurde das Buch gestern von einem ausgewiesenen Literaturkenner auf meine Frage hin empfohlen, welches Buch ich lesen sollte, wenn es um das Thema Hunger und den Kampf gegen denselben, bzw. der Überwindung weltweiter Armut geht. Ich bin gespannt, was ich durch Farah lerne.
Gerhard Heise, 20.10.2009

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