William Faulkner
New Orleans. Skizzen und Erzählungen

Mit einem Vorwort von Carvel Collins Deutsch von Arno Schmidt Im Anhang Arno Schmidts Erzählung ›Piporakemes!‹ Herausgegeben und mit einem Nachwort von Bernd Rauschenbach
Bestellen »


D: 25,00 €
A: 25,70 €
CH: 35,50 sFr

Erschienen: 27.03.2017
Gebunden, 230 Seiten
ISBN: 978-3-518-80410-0

William Faulkner und Arno Schmidt in einem Band


1925 veröffentlichte der damals noch völlig unbekannte William Faulkner einige Skizzen und Kurzgeschichten in regionalen Zeitschriften. Einfache Leute sind das Personal dieser in New Orleans angesiedelten Genrebilder, Seeleute, Schmuggler, Bettler und Huren, Wettbetrüger und Priester.

1960 wurden diese New Orleans Sketches des mittlerweile weltberühmten Nobelpreisträgers Arno Schmidt zur Übersetzung angeboten. Er griff, wie er sagte, nur »aus Reklamegründen« zu, denn er mochte Faulkner nicht. Seine 1962 erschienene deutsche Version der Sketches ist trotzdem brillant – in Faulkners Alltagssprache war Schmidt eben zu Hause.

Eine Fortsetzung fand Schmidts Auseinandersetzung mit dem amerikanischen Schriftstellerkollegen in der Erzählung ›Piporakemes!‹. Dort besucht ein englischer Faulkner-Spezialist einen gewissen Schmidt, um ihn für seine miserable Übersetzung zur Rechenschaft zu ziehen. Wie der missvergnügte und angetrunkene Schmidt den Professor durch immer haltloseres Schwadronieren abblitzen lässt, gehört zum Komischsten, was der Sprachexperimentator aus der Heide geschrieben hat. In der vorliegenden Neuausgabe ist auch diese Erzählung enthalten und setzt einen humoristischen Kontrapunkt zum Ernst von Faulkners Skizzen.

Pressestimmen

»In Deutschland ... wurde Faulkner zur Inspiration einer Generation. ... Einige der schöpferischsten Romane der Zeit sind recht eigentlich durchtränkt von der Atmosphäre und vom Sprachklang seiner Bücher.«

Friedhelm Rathjen, Neue Zürcher Zeitung

»Arno Schmidt hat als sechzehnter Faulkner-Eindeutscher seine Vorgänger allesamt an Fertigkeit übertroffen.«

DER SPIEGEL

»Frühe Skizzen und Storys des US-Nobelpreisträgers William Faulkner sind vom verrücktesten Huhn der deutschen Nachkriegsliteratur übertragen worden: Arno Schmidt. Der brilliert mit Unwillen – und einer eigenen Erzählung.«

Nordkurier

»Und so kann man ein ganzes Arsenal sprachlicher Preziosen bewundern ... «

Ronald Pohl, der Standard

»Arno Schmidts Übersetzung ist sprachlich großartig angepasst an die Charaktere. Ein Meisterstück auch der Übersetzerkunst.«

Matthias Engel, Schweizer Buchhandel Nr. 3 2017

»Man mag die Atmosphäre genießen, die Charaktere loben und den Stil dazu, man mag den Blick auf diese französischste aller US-amerikanischen Städte honorieren und wird doch damit den Texten nicht im Geringsten gerecht.«

Walter Delabar, literaturkritik.de

Videobeiträge

Kommentieren