Bertolt Brecht
Notizbücher

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Notizbücher - Band 2: 1920

Herausgegeben von Martin Kölbel und Peter Villwock
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D: 49,95 €
A: 51,30 €
CH: 66,90 sFr

Erschienen: 16.06.2014
Taschenbuch, 657 Seiten
ISBN: 978-3-518-42431-5

»Ich singe meine Schweinereien vor allem Volk.«

1920 steht der 22-jährige Brecht am Vorabend des Erfolges. Einzelne Verlagskontakte hat er geknüpft, doch noch ist kein größeres Werk erschienen. Für die künftige Karriere erprobt er Formen, Sujets und Posen. Ereignisreicher Ort dieser Anstrengungen sind fünf Notizbücher, die Band 2 der Ausgabe präsentiert.
Jedes hat einen eigenen Charakter: Das erste zeigt Brechts Arbeit an den Psalmen – mutwillige Prosagedichte, die das Kräftemessen von sexueller Lust mit christlichen Werten inszenieren. Sie verschmelzen mit Ideen für den Kinofilm und den Skizzen für das Stück Klamauk/Galgei, das 1926 als Mann ist Mann Theatergeschichte schreiben wird. Die Arbeit an dem Künstlerroman Aus dem Buch Gasgarott wiederum dokumentiert die faszinierende schriftstellerische Selbstdisziplinierung für die große Form und den Gelderwerb. Andernorts meldet sich Brechts antinationales Pathos zu Wort, etwa in dem Gedicht Deutschland du Blondes Bleiches. Dazwischen finden sich so bemerkenswerte Notate wie die Gardinenpredigt einer Geliebten oder das Negerlied, die Operette Die Fleischbarke oder ungedruckte Konzepte für Trommeln in der Nacht.
Die auf 14 Bände angelegte Notizbuchausgabe publiziert erstmals authentisch sämtliche Notiz- und Adressbücher Bertolt Brechts und rekonstruiert im Stellenkommentar seinen Schreibprozess. Die elektronische Edition präsentiert für das Verständnis wichtige Zusatzdokumente im Web.

Die neue große Edition aus dem unveröffentlichten Nachlass von Bertolt Brecht

Pressestimmen

»Die Ausgabe ist ein einziger Schaugenuss. Man sieht Brecht förmlich beim Schreiben zu, bald ruhiger, bald gehetzter, mit Bleistift, Rotstift, häufig aber auch mit Tinte, die regelmässig auf die Rückseite durchschlägt. Die Erläuterungen des Herausgebers lassen nichts zu wünschen übrig.«

Neue Zürcher Zeitung

»Die originale Wiedergabe seiner Notizen gibt einen bemerkenswerten Einblick in die Schreibwerkstatt des Dramatikers.«

Wilfried Mommert, Oberhessische Presse

»[Die Faksimile-] Ausgabe macht das vitale Hin und Her seines Schreibens greifbar: von den Papieren in seine Biographie zu seinen Lektüren und zurück. Angesichts der Funde, die wir bei unserer Arbeit machen, lässt sich getrost behaupten: ›Vergessen Sie, was Sie über Brecht wissen. Hier ist alles neu.‹«

Martin Kölbel, Badische Zeitung

»Die auf 14 Bände angelegte ... Editionsreihe ... publiziert erstmals authentisch sämtliche Notizbücher Bertolt Brechts. Sie bildet alle teils in altdeutscher, teils in lateinischer Schrift beschriebenen Blätter original ab und stellt ihnen eine detaillierte Transkription als Lesehilfe zur Seite. Dazu wird ein ausführlicher Stellenkommentar angeboten und eine ergänzende Elektronische Edition präsentiert wichtige Zusatzdokumente im Web.«

main-netz.de

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Band 1: 1918-1920 Band 2: 1920 Band 3: 1921 Band 7: 1927-1930