Gerbrand Bakker
Oben ist es still - Roman

Aus dem Niederländischen von Andreas Ecke
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Erschienen: 25.01.2010
suhrkamp taschenbuch 4142, Broschur, 315 Seiten
ISBN: 978-3-518-46142-6
Auch als eBook erhältlich


»Ein wunderbares Buch ... Unsere warmherzigste Empfehlung an die Zuschauer, Oben ist es still zu lesen.«
Iris Radisch, Schweizer Literaturclub

 

Inhalt

Helmer van Wonderen räumt auf. Er verfrachtet seinen bettlägerigen Vater ins Obergeschoss des alten Bauernhauses, entrümpelt das Erdgeschoss, streicht die Wände und schafft neue Möbel an. Das Gemälde mit den schwarzen Schafen, die Fotografien von Mutter und die alte Standuhr kommen nach oben, alle Pflanzen, die blühen können, auf den Misthaufen. Und da der Vater ihm nicht den Gefallen tut, einfach zu verschwinden, sich von einem Windstoß hinwegfegen zu lassen oder wenigstens zu sterben, richtet der Sohn sein Leben unten neu ein. Doch die ländliche Ruhe währt nicht lang, denn der junge Henk soll auf Helmers Hof das Arbeiten lernen. Ausgerechnet Henk, dessen Mutter einmal mit Helmers verstorbenem Zwillingsbruder verlobt war …
Genau in der Beobachtung von Mensch und Natur, subtil in der Anspielung und von zärtlicher Skurrilität, entwickelt Bakkers trockener, lakonischer Erzählstil von der ersten Seite an einen unwiderstehlichen Sog.

Im Original erschienen unter dem Titel Boven is het stil, 2006 (Cossee BV, Amsterdam).

Auf der Berlinale 2013 hatte die Verfilmung von Bakkers Oben ist es still ihre Weltpremiere.

Pressestimmen

»Oben ist es still heißt das in Holland viel gerühmte Debüt, von dessen karger Rhetorik eine geheimnisvolle Stille ausgeht. So werden wir Zeuge von Helmers Versuch, die Vergangenheit neu zu ordnen. Es ist ein großes Vergnügen, lesender Komplize dieser Aufräumarbeiten zu sein.«
Peter Henning, Spiegel Online
»Oben ist es still erzeugt wehmütige Reminiszenzen an die Zeit, als das Erzählen noch nicht auf ein Reizschema reduziert war, das auf vordergründige Aufmerksamkeitsreflexe und triviale Wiedererkennungseffekte geeicht ist, sondern eine eigensinnige Wahrnehmung etablierte.«
Dorothea Dieckmann, Neue Zürcher Zeitung
»Gerbrand Bakker kennt sich aus in Menschenseelen, denn alles was Bakker erzählt, leuchtet ein. Man begreift, warum dieses Romandebüt, als es 2006 in Bakkers Heimat erschien, Aufmerksamkeit erregte und mit zwei Preisen ausgezeichnet wurde.«
Sabine Brandt, Frankfurter Allgemeine Zeitung
»Bakkers Erzähltempo ist so gemächlich wie das Leben auf dem Land. Während anderen Autoren die Zeitlupe nur stilistischer Selbstzweck ist, legt Bakker auf diese Weise stetig Verstörendes und Widersprüchliches frei, das sonst außerhalb der Sprache liegt: Zwischen tickenden Uhren und einsilbigen Dialogen wird fühlbar, wie nah sich Liebe und Grausamkeit sind.«
Der Spiegel

»Leise im Ton, in sparsamen, schlichten Sätzen tut sich literarisches Neuland auf, das man nie mehr verlassen möchte. Bravourös.«

Werner Krause, Kleine Zeitung, Graz
»Bakkers eindringliche Zwillingsbrüder-Story ist zweifelsohne einer der Höhepunkte des Bücherherbstes.« 
Profil, Wien

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