»Ein Buch, das mehr als nur neugierig macht: Odessa Transfer eröffnet einen im Westen lange vernachlässigten, ja vergessenen europäischen Kulturraum neu. Wer sich von der Begeisterung infizieren lässt, die die Autoren versprühen, dem liefert das Buch neue Reiseziele für Jahre: Batumi und Trapezunt, Suchumi und Sotschi, Constanta und natürlich Odessa: Schon die Namen klingen wie Versprechen!«
Uli Hufen, WDR
»Dreizehn Autoren sowie der polnische Fotograf Andrzej Kramarz liefern ein faszinierendes Mosaik von Ansichten und Einsichten, faszinierende Nachrichten aus einer noch unbegradigten Welt des Verfalls und der Ruinen.«
Ilma Rakusa, Die Zeit
»Die literarische Erforschung der Schwarzmeerküste. Sehr poetisch, auch politisch und mit schaurig-schönem Endzeitgefühl.«
Iris Radisch, Die Zeit
»Das Schöne an diesem Schwarzmeer-Buch ist, dass beinahe alle Beiträge so anschaulich wie literarisch geraten sind. Und diese Anschaulichkeit hat nicht immer etwas mit Realismus zu tun. Wenn Sibylle Lewitscharoff ihre »Insel der Glücklichen« beschreibt, »irgendwo zwischen Burgas und Varna«, macht es nichts aus, dass es zwischen Burgas und Varna keine Inseln gibt. ... Das schwarze Meer scheint ein Paradies für Schriftsteller zu werden. Neal Ascherson fährt von Pizunda nach Suchumi und schreibt für Abchasien, Sergeij Zhadan erzählt skurril-ironisch von den postsowjetischen Bandenkriegen auf der Krim, Mircea Cartarescu wirft einen Blick auf Ovid in Constanza, die Geschichte und die »traurigen rumänischen Körper«, indes Katja Lange-Müller mit ihrer Post-DDRlerin Renate die »Bäuche der Wolkenherde« im Abendlicht bestaunt.«
Hans-Peter Kunisch, Süddeutsche Zeitung
»Entstanden ist eine Sammlung höchst eindringlicher Reiseberichte, die ein facettenreiches Bild der Schwarzmeerregion vermitteln, einer Region, die stärker mit Europa verwurzelt ist, als man bei einem oberflächlichen Blick vermuten darf.«
Steffen Höhne, Thüringische Landeszeitung
»Poetisch, politisch und ein differenziertes Bild vom Schwarzen Meer ... Alle Autoren dieses Buches sind Berichterstatter dessen, was sich an den Küsten des Schwarzen Meeres ereignet hat: die Vertreibung von Völkern, ethnische Säuberungen und die Vernichtung kultureller Identitäten, die Auslöschung vieler Sprachen, Verbannung und politische Unterdrückung sowie wirtschaftliche Miseren. ... So vermittelt dieser Band ein differenziertes Bild vom Schwarzen Meer, das, so viel ist gewiss, auch künftig für Überraschungen sorgen wird.«
Oya Erdogan, Spectrum
»Schriftsteller der Schwarzmeerstaaten wurden um Standortbeschreibungen der Ungastlichkeit gebeten. Dabei ging es nicht nur um poetische Meereskunde oder neue Anlässe für die Ästhetik des Unwirtlichen, sondern auch um das besondere Lebensklima in diesem geopolitischen Nirgendwo.«
Wolfgang Schneider, Frankfurter Allgemeine Zeitung
»Odessa Transfer liegt ein überzeugendes Konzept vor ... Die Umrundung des Schwarzen Meers, zu der uns Odessa Transfer einlädt, hat einer wirklich auf sich genommen. Und zwar mit dem Fahrrad: der polnische Fotograf Andrzej Kramarz ... Es sind diese Küstenbilder von Andrzej Kramarz, die Odessa Transfer zu einem rundum gelungenen Buch machen.«
Gerhard Mahlberg, HR 2
»Die größte Qualität von Odessa Transfer ist, dass seine besten Texte zeigen, wie Politik sich in die Körper einschreibt. Sie holen das Schwarze Meer, hierzulande allzu häufig nur von menschenfeindlichen Feldherrenhügeln geo- und energiepolitischer Machtkämpfe betrachtet, traditionsgesättigt ins Hier und Heute zurück.«
Achim Engelbert, Blätter für deutsche und internationale Politik 12/2009